Schluss mit ungerechter Behandlung und falscher Beratung: Die Bundesregierung plant, die MPU zu reformieren.

Die MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung), im Volksmund auch Idiotentest genannt, dürfte unter Autofahrern nach Knöllchen fürs Falschparken und hohen Spritpreisen auf der Beliebtheitsskala ganz unten stehen. Auch wenn der Idiotentest aufgrund bestimmter Vergehen im Straßenverkehr gerechtfertigt ist, klagen die betroffenen Autofahrer nicht selten über eine falsche Beratung und eine ungerechte Behandlung. Wie die "Bild" in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf eine Expertengruppe berichtet, fordert die Bundesregierung jetzt diverse Änderungen.

MPU-Reform: Gerechter und transparenter

Laut der Zeitung habe die Regierung dem Verkehrsausschuss des Bundestags ein Papier vorgelegt, das drei wesentliche Änderungen bei der MPU beinhaltet. Zunächst sollen künftig nur noch ausgewiesene Experten dazu berechtigt sein, Teilnehmer am Idiotentest im Vorfeld der Untersuchung zu beraten und auf den Test vorzubereiten.

Weiterhin plane die große Koalition aus CDU, CSU und SPD unabhängige Beschwerdestellen einzurichten, bei denen sich die untersuchten Autofahrer über Ungereimtheiten beim Idiotentest beklagen können. Dritter zentraler Aspekt der MPU-Reform sei die Einführung von Audio-Mitschnitten während der MPU, um "Unstimmigkeiten bezüglich der im Gutachten wiedergegebenen Gesprächsinhalte“ aufklären zu können. Sören Bartol, der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, sagte diesbezüglich der "Bild": "Wir werden die schwarzen Schafe, die nur Geld verdienen wollen, aussortieren und die Qualität der Seminare besser überwachen."

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