Mit dem StreetScooter Work XL haben die Deutsche Post und Ford nun gemeinsam ein ambitioniertes Projekt vorgestellt. Der Elektro-Transporter sollte zwar nicht als Revolution, zumindest aber als Evolution im Bereich der Paketzustellung verstanden werden.

Das in Köln vorgestellte Fahrzeug entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen StreetScooter – einem Unternehmen der Deutsche Post DHLGroup – und Ford. Demnach stellt Ford mit dem Transit auch die Basis für den Work XL. Das Ladevolumen des bis dato größten Modells von StreetScooter soll satte 20 Kubikmeter betragen und Platz für mehr als 200 Pakete und Päckchen bieten. Insbesondere in städtischen Bereichen dürfte der E-Transporter für eine Verringerung der Geräusch- und Schadstoffbelastung sorgen und so bei den Bewohnern gut ankommen.

Modulares Konzept

StreetScooter plant verschiedene Varianten des Work XL. So sollen sie je nach Wunsch und Aufgabenprofil Akkus mit einer Kapazität zwischen 30 und 90 kWh unterbringen – genug Strom für Reichweiten von 80 bis zu 200 Kilometern. Einmal mehr macht der ein oder andere Betrachter hier vielleicht den größten Ansatzpunkt für Kritik an den Elektrofahrzeugen aus, doch StreetScooter hat die passende Antwort parat: Dank einer Ladeleistung von 22 Kilowatt in der Spitze ist der Energiespeicher durchschnittlich bereits nach drei Stunden wieder randvoll.

Effizienz allerorten

Offenbar war man bei der Entwicklung des Packesels nicht nur hinsichtlich des Antriebs und der Batterietechnik um größtmögliche Effizienz bemüht. Auch der Ablauf im Zuge einer Paketzustellung wurde mit in die Überlegungen einbezogen. Beispielhaft kann diesbezüglich der Durchgang vom Fahrer zum Laderaum genannt werden. Auf diese Weise kommt der Fahrer an das nächste Paket, ohne den Wagen verlassen und von außen eine zusätzliche Tür öffnen zu müssen. Beladen werden kann der Work XL natürlich trotzdem von außen – wahlweise über eine seitliche Schiebetür oder über die herkömmliche Klappe am Heck.

Vorserie kommt noch in diesem Jahr

Der Startschuss für die Produktion einer Vorserie ist bereits gefallen. Etwa 150 Fahrzeuge sollen im Rahmen einer Vorserie noch im Laufe dieses Jahres im Aachener StreetScooter-Werk fertiggestellt werden. Der flächendeckende Einsatz des Elektro-Lasters ist dann für das kommende Jahr geplant. So sollen bis Ende 2018 insgesamt etwa 2.500 StreetScooter Work XL vom Band laufen, um anschließend mit jedem der Fahrzeuge pro Jahr etwa 1.900 Liter Diesel und mehrere Tonnen CO2 einsparen zu können.

Der Work XL mag zukunftsweisend sein, ist aber längst nicht der erste Vorstoß in die Elektromobilität der Post. Im Gegenteil: Der Fuhrpark des Konzerns umfasst bereits mehr als 3.000 Exemplare der kleineren Schwestermodelle StreetScooter Work und StreetScooter Work L. Hinzu kommen mehr als 10.000 Fahrräder mit unterstützendem Elektromotor.

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