Bei Hyundai lässt man nicht locker: Wenn es um die Brennstoffzelle geht, präsentieren die Südkoreaner immer wieder neue Entwicklungen. Mit dem neuesten Hyundai Next Generation Fuel Cell Vehicle ist dann auch klar, welche Hülle das Auto ab 2018 bekommen wird.

Hyundai baut seit einigen Jahren das emissionsfreie SUV ix35 Fuel Cell. Während der Wagen bislang vorrangig an größere Institutionen oder Behörden ausgeliefert wurde, soll das Nachfolgemodell auch den Massenmarkt erobern. Jetzt zeigen die Südkoreaner, wie das SUV aussehen soll: Das seriennahe Hyundai Next Generation Fuel Cell Vehicle ähnelt in seinem Außendesign stark dem kürzlich vorgestellten Hyundai Kona.

Hyundai will die Brennstoffzelle salonfähig machen

Das Ziel ist klar: Das Wasserstoffauto soll mithilfe einer attraktiven Karosserie zum ernsthaften Konkurrenten von batterieelektrischen Fahrzeugen aufgebaut werden. Die Optik des kompakten FCEV-SUV besticht durch moderne und extrem schmale LED-Scheinwerfer, robusten Plastik-Beplankungen rundum und vielen Aluminiumapplikationen. Schick sind darüber hinaus die versenkbaren Türgriffe, ein Gimmick, das man bisher vor allem von Jaguar kennt. Schwarze Außenspiegel und Leichtmetallfelgen im Bicolor-Look tragen weiter zum frischen Auftritt der Studie bei.

Auch in Sachen Effizienz will der Hersteller eine Schippe drauflegen: Die vierte Generation der von Hyundai entwickelten Brennstoffzelle soll eine Energieeffizienz von 60 Prozent aufweisen und ist damit rund neun Prozentpunkte effizienter als das bisher eingesetzte Aggregat im ix35. Satte 580 Kilometer sollen damit möglich sein – und das ist die Angabe für den koreanischen Fahrzyklus. Rechnet man mit dem hierzulande gängigen NEFZ, sollen es sogar rund 800 Kilometer sein. Die Leistung des Antriebs ist mit jetzt 163 PS gesteigert worden.

Klare Strukturen im Innenraum

Bis Minus 30 Grad soll das optimierte System problemlos funktionieren, sagt Hyundai. Die in puncto Sicherheit verbesserten Wasserstofftanks können den wertvollen Energieträger zudem länger speichern, was die Alltagstauglichkeit weiter in den Bereich eines konventionell angetriebenen Fahrzeugs rückt. Geringere Produktionskosten der neuen Fuel-Cell-Generation sollen sich außerdem positiv auf den Endpreis des Autos auswirken.

Im Innenraum gibt es weitestgehend klare Linien und übersichtliche Bedienelemente. Auffällig ist das große Display-Panel im Armaturenbrett, bestehend aus zwei Bildschirmen. Die darunterliegende, breite Mittelkonsole beherbergt praktisch alle Funktionstasten für das Infotainment, die Klimaanlage und die Fahrfunktionen. Als Oberflächen kommen geschäumte Kunststoffe, Wildleder und Stoff zum Einsatz. Anfang 2018 soll das Serienfahrzeug vorgestellt werden – dann gibt Hyundai auch den Namen des neuen SUVs bekannt. Zum Preis sind bislang keine Informationen durchgesickert. Der Vorgänger ix35 Fuel Cell ist ab 65.500 Euro zu bekommen.

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