So stark der Wunsch der Politik nach mehr Elektroautos auch sein mag, in naher Zukunft wird die Automobilindustrie nicht ohne Kraftstoffe auskommen, die auf Mineralöl basieren. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fahren Pkw auch 2040 hauptsächlich noch mit Benzin oder Diesel, alternative Antriebe kommen lediglich ergänzend hinzu.

Elektroautos werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in den nächsten 25 Jahren nicht ersetzen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Auftrag gegebene Studie des DLR. Trotz der scharfen Klimaschutzziele, die eine Reduktion der CO2-Emissionen von Neuwagen vorsehen, gehen die Forscher davon aus, dass Verbrennungsmotoren auch 2040 noch das Rückgrat von Pkw bilden werden. Alternative Antriebe werden laut DLR weiter wachsen, Verbrennungsmotoren in naher Zukunft aber lediglich ergänzen und nicht ersetzen können.

Blick des Verbrauchers auf die mobile Zukunft

Während auf der IAA 2013 (10. bis 22. September) zahlreiche Elektroautos sowie Hybrid-Fahrzeuge debütieren und auch die deutsche Politik an den ehrgeizigen Zielen für die mobile Zukunft festhält, warf das DLR im Rahmen der Mobilitätsstudie einen anderen Blick auf Antriebstechniken der Zukunft. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Ziele der Politik an den Bedürfnissen der Autofahrer vorbeigehen. Denn diese werden auch zukünftig dauerhafte Verfügbarkeit erwarten und gelegentliche Langstreckenfahrten mit ihrem Pkw unternehmen wollen.

Bis Elektroautos bezahlbarer werden und größere Reichweiten gewährleisten können, bleibt Mineralöl demzufolge eine wichtige Voraussetzung für automobile Antriebe. Denn noch rentiert sich die Anschaffung eines E-Fahrzeugs trotz der niedrigeren Betriebskosten in der Regel nicht.

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