Anfang 2013 waren es noch 200.000, Anfang 2014 dann schon 400.000: Die weltweite Zahl der Elektroautos hat sich innerhalb des vergangenen Jahres verdoppelt. Das geht aus einer Analyse des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Deutschland ist allerdings noch kein Leitmarkt für Elekromobilität.

Auch wenn sie hierzulande noch nicht recht in Schwung kommen, weltweit wächst der Markt für Elektroautos rasant. Wie das ZSW berichtet, lagen die Wachstumsraten bei Stromern in den letzten drei Jahren bei 100 Prozent. Innerhalb eines Jahres hat sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr also jeweils verdoppelt. Insbesondere die Märkte in den USA, Japan und China haben daran einen großen Anteil, geht aus der Analyse hervor. Deutschland kommt in der weltweiten Rangfolge derzeit nur auf Platz 7 - hinter kleineren Ländern wie Frankreich, Holland und Norwegen.

Deutschland darf den Anschluss nicht verlieren

Während in Deutschland aktuell etwa 17.500 Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind, zählen die USA 174.000 Stromer. In Japan fahren 68.000 E-Autos und Plug-in-Hybride und in China sind die Besitzer von 45.000 Fahrzeugen elektrisch unterwegs. Einen möglichen Grund dafür, dass Deutschland noch keine Spitzenposition in Sachen E-Mobilität innehat, liefern die Forscher auch gleich mit. Besonders gut verkaufen sich Elektroautos nämlich in Ländern mit speziellen Marktanreizprogrammen wie zum Beispiel Kaufprämien. In Deutschland sei zwar die Technologie fortschrittlich, dennoch seien weitere Anstrengungen nötig, um E-Autos zu etablieren. "Sonst verlieren wir den Anschluss an den globalen Wettbewerb", warnt ZSW-Vorstand Prof. Dr. Werner Tillmetz in der Pressemitteilung.

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