Die Hybrid-Technik ist in Autos mittlerweile schon weit verbreitet. Doch es gibt immer noch etwas zu verbessern. Die beiden Automobilzulieferer Schaeffler und Continental haben jetzt eine kostengünstigere Technologie entwickelt, mit dem sich der Kraftstoffverbrauch noch einmal um 17 Prozent senken lassen soll.

Gasoline Technology Car (GTC) nennen Schaeffler und Continental den motorseitig modifizierten Ford Focus, den sie auf dem Wiener Motorensymposium (8. bis 9. Mai) vorstellen. Wichtigste Komponente in dem Fahrzeug ist ein Mild-Hybridsystem mit einer Spannung von 48 Volt. Herkömmliche Hybrid-Motoren erzeugen bis zu 400 Volt. Auch eine elektrifizierte Kupplung, ein spezielles Thermomanagement, ein elektrisch heizbarer Katalysator und weitere Maßnahmen zur Reduktion von Reibungsverlusten im Motor sind verantwortlich dafür, dass der Verbrauch des GTC im Vergleich zu einem herkömmlichen Kompaktwagen um 17 Prozent sinken soll.

Mildes Hybridsystem senkt Kosten

Für eine starke Beschleunigung im niedrigen Drehzahlbereich wird der Dreizylindermotor des GTC über einen Riemenantrieb vom Elektromotor unterstützt. Außerdem versorgt der E-Motor das 12-Volt-Bordnetz des Autos mit Strom. Dafür ist ein DC/DC-Wandler integriert.

Laut "Die Welt" könnte das milde Hybridsystem von Schaeffler und Continental innerhalb der nächsten fünf Jahre in Serie gehen. Die Spannungsreduktion auf 48 Volt bietet der Zeitung zufolge auch Kosteneinsparungen: Der Berührungsschutz im Motor könne bei dieser Volt-Zahl entfallen und Mechaniker bräuchten keine spezielle Hochvolt-Ausbildung.

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