So richtig kommt der Verkauf von Elektroautos noch nicht in Schwung. Hauptkritikpunkt vieler Verbraucher ist die mangelnde Alltagstauglichkeit. Eine geringe Reichweite und fehlende Lademöglichkeiten unterwegs stehen auf der Kontra-Liste. Eine neuartige "Bio-Batterie", die eine japanische Firma dieser Tage auf einer Fachmesse präsentiert, könnte die Lösung sein.

"Ryden Dual Carbon Battery" nennt die Firma Power Japan Plus ihre Entwicklung, die sie am Dienstag und Mittwoch auf der Electric Drive Transportation Association Conference & Annual Meeting im US-amerikanischen Indianapolis präsentiert. Zu den Vorteilen dieser neuartigen Batterie, die der Hersteller verspricht, zählen eine längere Haltbarkeit, ein schnellerer Ladevorgang, geringere Produktionskosten und eine erhöhte Sicherheit. Zudem soll der Akku stärker sein als bekannte Lithium-Ionen-Akkus und weniger schädlich für die Umwelt, da keine Schwer- oder Edelmetalle enthalten sind. Klingt alles gut - doch den Beweis, dass die "Bio-Batterie" hält, was sie verspricht, sind die Japaner noch schuldig.

Reichweiten von 500 Kilometern möglich?

Die Technologie hinter der Ryden Dual Carbon Battery wurde eigentlich schon in den 1970er-Jahren entwickelt. Seit sechs Jahren arbeitet der Hersteller Power Japan Plus nun an dem Produkt für Elektroautos, wo die Batterie mit Anode und Kathode aus Kohlenstoff und einer Chemikalie als Elektrolyt für eine Reichweite von rund 500 Kilometern sorgen soll. Das zumindest versprach der Hersteller gegenüber der Zeitschrift "The Atlantic".

Die "Wirtschaftswoche Green Economy" weist allerdings auf Skepsis innerhalb der Fachpresse hin. Die Tatsache, dass die Firma bereits seit sechs Jahren an der "Bio-Batterie" tüftelt, dämpft die Hoffnungen etwas, dass sie den Durchbruch für Elektroautos bringen könnte. Andererseits sei das fachliche Know-how der Firma vielversprechend, so die Zeitung. Man darf also gespannt sein, welche Ergebnisse die 19.000 für 2014 angekündigten Probezellen der Batterie liefern werden.

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