BMW hat in den USA mehrere seiner Elektroautos ActiveE verschrottet, obwohl diese fahrbereit waren. Das hat für Verwirrung bei vielen Stromer-Fans gesorgt. Doch die Erklärung für die Maßnahme ist ganz einfach.

Acht zusammengedrückte BMW ActiveE hat Jimmy Neamonitis auf einem Schrotttransporter in Kalifornien fotografiert. Insgesamt habe er 16 dieser Fahrzeuge auf dem Weg zur Entsorgung entdeckt, schreibt "Green Car Reports". Erst vor vier Jahren wurde das Elektroauto auf Basis des BMW 1ers vorgestellt. 2011 hat BMW weltweit 1.100 ActiveE zu Feldversuchen an Firmen und Privatpersonen ausgegeben. Die Technik des Fahrzeugs ist nahezu identisch mit der, die jetzt im hochgelobten BMW i3 zum Einsatz kommt. Demnächst sollen sogar 80 Exemplare im Carsharing-Programm in San Francisco fahren. Weshalb also jetzt die Verschrottung?

Autos dürfen nicht verkauft werden

"Von Anfang an war klar, dass die Einsätze der Fahrzeuge zeitlich begrenzt sein würden", zitiert "Spiegel Online" den Konzernsprecher. Die Autos seien als Prototypen in die USA importiert worden und dürften dort nicht verkauft werden. Die Verschrottung der Autos gehöre mit zum BMW-Forschungsprojekt.

Laut dem BMW-Sprecher werden auch nur die Karosserien verschrottet. Die Batterien seien vorher aus den Autos entnommen worden und kämen jetzt im "BMW i Battery 2nd life project" zum Einsatz. Dabei will der Autobauer zusammen mit Energieunternehmen untersuchen, wie ausrangierte Batterien weitergenutzt werden können.

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