Noch können sich Elektroautos aufgrund ihrer geringen Reichweite nur schwer am Markt durchsetzen. Eine neue Batterieform könnte den Stromern jedoch neuen Schwung verleihen: Akkuproduzent Phinergy und Aluminiumhersteller Alcoa arbeiten derzeit an Aluminium-Luft-Batterien, die eine zusätzliche Reichweite von 1.600 Kilometern versprechen.

Erste Tests mit einem umgebauten Citroën C1 verliefen vielversprechend: Nachdem der Kleinwagen auf einer kanadischen Rennstrecke seinen Lithium-Ionen-Akku leergefahren hatte, sprang die Aluminium-Luft-Batterie ein. Sie fungierte als elektrischer Range-Extender und verlängerte die Reichweite des Stromers erheblich. Pro Aluplatte in der Batterie waren 32 Kilometer mehr drin, bei den 50 integrierten Platten lag die zusätzliche Reichweite dementsprechend bei 1.600 Kilometern.

Aluminium-Luft-Batterien nicht einfach wiederaufladbar

Hinter der neuen Technologie steckt der Gedanke, dass sich aus Aluminium viel elektrische Energie gewinnen lässt, das Leichtmetall aber zusätzlich unkompliziert recycelbar ist. Durch eine Reaktion mit Sauerstoff und einem wasserbasierten Elektrolyt wird elektrische Energie freigesetzt, erklärt das Portal "ingenieur.de". Dadurch, dass das Aluminium bei diesem Vorgang jedoch im Elektrolyt gelöst wird, ergebe sich das große Manko dieses Energiespeichers: Er ist nicht einfach wiederaufladbar - es handelt sich also nicht um einen Akku.

Dennoch gehe bei dem Prozess nichts verloren, die Aluminium-Luft-Batterie müsse nur in einer Werkstatt getauscht werden. Dann kann das gelöste Leichtmetall zurückgewonnen werden. Das Elektroauto könnte derweil mit einer neuen Batterie weiterfahren. Großer Vorteil dieser Technologie: Im gesamten Prozess wird kein Kohlendioxid freigesetzt. In zwei Jahren wollen beide Unternehmen das System zur Serienreife entwickelt haben.

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Versprechen 1.600 Kilometer Reichweite: Aluminium-Luft-Batterien für E-Autos