BMW und Daimler arbeiten an einer Lösung, Elektrofahrzeuge bald zügig und ohne größere Umstände zu laden. Wie der Hersteller aus München am Dienstag bekannt gab, wolle man gemeinsam mit Konkurrenzunternehmen Daimler ein System zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-In-Hybridfahrzeugen entwickeln.

Damit könnte künftig kabellos geladen werden – eine Technik, welche die Hersteller bis zur Serienreife bringen wollen. Ein Daimler-Sprecher bestätigte das Projekt als Teil der bereits bestehenden Einkaufskooperation von Daimler und BMW.

Zwei-Komponenten-Ladestation bereits im Einsatz

BMW hat bereits einen Prototyp des Ladesystems gebaut. In einem i8 kommt die Technologie zum Einsatz und arbeitet zügig: In weniger als zwei Stunden sei der Hybrid-Sportler geladen, gibt der Hersteller an. Technisch besteht das induktive Ladesystem aus zwei Komponenten. Im Fahrzeugboden ist eine Sekundärspule eingebaut, eine Primärspule befindet sich in einer Platte, die zum Beispiel in einer Garage installiert wird. Zwischen den beiden Spulen bildet sich ein Magnetfeld, über das die elektrische Energie übertragen wird, wie BMW weiter mitteilt. Der Wirkungsgrad liege bei mehr als 90 Prozent, was ein effizientes, komfortables und sicheres Aufladen der Hochvoltbatterien im Fahrzeug zulasse.

Regen und Schnee kein Problem

Die induktive Ladeeinrichtung eignet sich aber nicht nur für überdachte Räume wie die Garage. Sie kann komplett witterungsunabhängig genutzt werden, so die bayerischen Entwickler. Die Stromeinspeisung sei bei allen äußeren Bedingungen gewährleistet, da die elektrisch leitenden Komponenten des Systems in vollem Umfang geschützt seien. Bei der induktiven Ladestation der Zukunft soll darüber hinaus auch eine Aktivierung und Kontrolle per Smartphone möglich sein.

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