Autos werden immer mehr zu digitalen Technologieträgern - und somit auch zunehmend Ziel von Hacker-Angriffen. Wie gut das Elektroauto Tesla Model S vor solchen geschützt ist, wollen Sicherheitsexperten nun im Rahmen eines Wettbewerbs herausfinden. Dem schnellsten Hacker winken 10.000 US-Dollar. Der Autobauer selbst hat allerdings nichts mit der Aktion zu tun.

Die Autos von Tesla gelten als besonders sicher. Doch wie sicher sie tatsächlich sind, wollen die Organisatoren der Internet-Sicherheitskonferenz SyScan nun mit einem gezielten Hacker-Angriff herausfinden. Die Experten schreiben eine Belohnung von 10.000 US-Dollar für denjenigen aus, der es schafft, sich während der Sicherheitskonferenz vom 16. bis 17. Juli 2014 in das Bordnetz des Tesla Model S zu hacken. Um an das Geld zu kommen, müssten die Hacker Zugriff auf den 17-Zoll-Touchscreen des Elektroautos erlangen, um darüber die Fahrzeugeinstellungen kontrollieren zu können.

Nur begrenzte Hacker-Eingriffe möglich

Doch selbst wenn es den Hackern gelingt, sich über den fahrzeugeigenen Browser, der mit einem sechsstelligen Passwort gesichert ist, in das Elektroniksystem des Model S einzuklinken - die Möglichkeiten der Eindringlinge bleiben dann begrenzt. So könnten Sie das Auto beispielsweise öffnen und schließen. Um den Stromer zu starten, ist allerdings der Fahrzeugschlüssel nötig.

Der Elektroautobauer Tesla hat nach Angaben des Autoportals "Jalopnik" nichts mit dem Wettbewerb zu tun. Ob es den Hackern gelingt, in das Bordnetz einzudringen, dürfte aber nichtsdestotrotz von Interesse für das Unternehmen sein. Tesla hat laut "Digital Trends" die auch als "Hacker-Prinzessin" bekannte Kristen Paget von Apple abgeworben, um neue Maßstäbe im Bereich digitaler Sicherheit setzen zu können.

Weitere Themen
Ungewöhnliche Aktion: 10.000 Dollar für erfolgreichen Tesla Model S-Hacker