Rasanter Selbstzünder: Mercedes hat beim legendären Bergrennen von Pikes Peak nach eigenen Angaben einen neuen Rekord für Diesel-Fahrzeuge aufgestellt.

56 Kurven und ein Höhenunterschied von 1.439 Metern auf knapp 20 Kilometern Strecke - das Bergrennen von Pikes Peak zählt zu den anspruchsvollsten Rennveranstaltungen überhaupt. Für Mercedes Grund genug, eine C-Klasse mit Diesel-Antrieb über die Schotterpiste zu scheuchen. Offenbar mit Erfolg, wie der Autobauer jetzt vermeldet. Ein nahezu serienmäßiger Mercedes C 300 d 4MATIC mit dem Testfahrer Uwe Nittel hinterm Steuer schaffte die Strecke "zu den Wolken" in 11:37 Minuten - ein neuer Rekord für Selbstzünder.

Vorurteile sollten ausgeräumt werden

Im Testwagen sorgte ein 204 PS starker Vierzylinder-Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung, zweistufiger Turbo-Aufladung und Abgasrückführung für Vortrieb. Um an dem Rennen teilnehmen zu dürfen, wurde allerdings der Innenraum des Serienmodells leer geräumt, ein Überrollkäfig, ein Renntank und eine Löschanlage installiert und verbesserte Bremsen und High-Performance-Reifen montiert.

Die augenscheinliche Intention von Mercedes hinter der Teilnahme am Rennen: Aufzuzeigen, wie sportlich Diesel sein können. Nicht nur in den USA herrscht gegenüber den Triebwerken immer noch Skepsis, obgleich dort die Akzeptanz in den letzten Jahren größer geworden ist. "Eine Serien-Diesel-Limousine mit Automatikgetriebe den Pikes Peak hochzuscheuchen, klingt nach einer verrückten Idee, hat aber jede Menge Spaß gemacht. Und zugleich gezeigt, dass alle Vorurteile gegenüber Diesel-Fahrzeugen längst überholt sind", sagte Uwe Nittel nach dem Rennen.

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