Der Opel Ampera steht ab sofort für 7.600 Euro weniger bei den Händlern und kostet damit "nur" noch 38.300 Euro. Als Grund für die drastische Preissenkung gibt Opel eine effizientere Serienfertigung an sowie Einsparungen beim Komponentenkauf. Der wahre Hintergrund für die Preissenkung könnte aber in der bald aufkommenden Konkurrenz liegen.

Mit einem Marktanteil von 21 Prozent war der Opel Ampera im Jahr 2012 das meistverkaufte Elektroauto in Europa. Auch 2013 war der Ampera im ersten Halbjahr beliebt und verkaufte sich laut den Angaben von Opel 1.328-mal. Das sicherte dem Opel Ampera Rang drei im europäischen Ranking, und dass obwohl das Elektrofahrzeug mit einem Grundpreis von 45.900 Euro nicht unbedingt günstig ist. Die nun erfolgte Preissenkung ist ein Hinweis darauf, dass der Ampera bisher weit über den Entwicklungs- und Herstellungskosten verkauft wurde.

Vordergründig führt Opel die Senkung des Preises auf eine effizientere und kostengünstigere Ausgestaltung des Fertigungsprozesses zurück. Ob besagte Einsparungen aber eine Kostenersparnis in diesem Umfang möglich machen, erscheint zweifelhaft. Auch weil kein Hersteller einfach auf Einnahmen verzichtet. Naheliegender ist deshalb die Annahme, dass die zunehmende Konkurrenz im Elektroauto-Segment einen Preisdruck auf Opels Elektroflitzer auslöst. BMW und VW drängen mit Stromern auf den Markt, die mit rund 35.000 beziehungsweise 27.000 Euro für den VW e-Up verglichen mit dem Ursprungspreis des Opel Ampera wesentlich günstiger sind.

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