Am Rande des Hahnenkamm-Rennens in Kitzbühel hat Arnold Schwarzenegger die erste rein elektrisch angetriebene Mercedes-Benz G-Klasse des österreichischen Unternehmens Kreisel Electric vorgestellt. Unter der Haube steckt ein 490 PS starker E-Motor.

Als ehemaliger Gouverneur von Kalifornien setzte sich Arnold Schwarzenegger vorbildlich für die Verbreitung von Erneuerbaren Energien und Elektromobilität ein - immerhin gilt der US-Bundesstaat als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Gleichzeitig ist der "Terminator" aber auch als Fan der Mercedes-Benz G-Klasse bekannt. Damit beides nun auch endlich zusammenpasst, dafür hat das österreichische Elektro-Unternehmen Kreisel Electrics gesorgt. Die Verantwortlichen haben einen Mercedes G 350 d umgebaut und komplett elektrifiziert.

G-Klasse jetzt auch elektrisch

Dementsprechend euphorisch fällt das Fazit von Schwarzenegger über sein neues Gefährt aus: "Dieser geniale Geländewagen als sauberes und schnelles Elektroauto? Da geht ein Traum in Erfüllung!" Und tatsächlich hat es die Elektro-G-Klasse faustdick unter der Haube.

360 kW, umgerechnet 490 PS, gibt Kreisel Electric als Motorleistung an. Damit soll der Kult-Offroader trotz 2,6 Tonnen Gesamtgewicht in 5,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Drei Sekunden schneller, als das Original mit V6-Dieselaggregat. In der Spitze erreicht der Stromer immerhin 183 km/h. Die verbaute 80 kWh-Batterie soll zudem bei 150 kW Ladeleistung innerhalb von 25 Minuten wieder zu 80 Prozent voll sein. Die Reichweite geben die Entwickler mit "realistisch" geschätzten 300 Kilometern an. Auf die Technik gibt Kreisel Electric eine vierjährige Garantie.

E-Offroader ohne Schwächen

Die benötigte Akku-Technik hat Kreisel Electric im kompletten Fahrzeug verteilt: Am Motorblock, an der Stelle, wo einst der Diesel-Tank platziert war und unterhalb des Einstiegsbereichs finden die Batterien für den Elektromotor ihren Platz - Gesamtgewicht: 510 Kilogramm. Optisch fällt das überhaupt nicht auf. Die G-Klasse von Kreisel Electric sieht abgesehen vom neuen E-Stern als Logo im Kühlergrill genauso kultverdächtig aus, wie das Original. Lediglich die Instrumente im Armaturenbrett wurden um ein paar Stromanzeigen ergänzt. Und auch sämtliche Komfort- und Performance-Eigenschaften sowie die Geländetauglichkeit und Steigfähigkeit sollen den Vorgaben des Originals in nichts nachstehen. Gleiches gilt natürlich auch für die Alltagstauglichkeit.

Noch in den kommenden Wochen soll der erste Prototyp der Elektro-G-Klasse von Kreisel Electric nach Los Angeles überführt werden und in Kalifornien weitere Testfahrten absolvieren. Zu einer Serienproduktion und einem Preis haben sich die Österreicher noch nicht geäußert.

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