Mit einem exklusiven Prototyp eines elektrifizierten Hummer H1 macht das Unternehmen Kreisel Electric aus Österreich neue Schlagzeilen. Einen großen Anteil daran dürfte aber ein prominenter Pate aus Kalifornien haben: Arnold Schwarzenegger präsentierte den kompromisslosen Elektro-Offroader.

Bis zum Jahr 2006 war der Hummer H1 der raubeinigste und vielleicht unvernünftigste Geländewagen, den man für Geld kaufen und auf der Straße fahren konnte. Gerade wegen des hohen Spritverbrauchs und dem Image einer vermeintlich ewig-gestrigen Kundschaft der Marke Hummer, ist das Fahrzeug jedoch spätestens Mitte des letzten Jahrzehnts in Verruf geraten, um nach der Finanzkrise endgültig vom Markt zu verschwinden. Ein großer Fan des Autos war und ist jedoch Arnold Schwarzenegger, der sich in der Vergangenheit gerne mit dem privaten H1 ablichten ließ. Und das tat er jetzt wieder, auch wenn die Zeiten des bulligen V10-Dieselmotors vorbei sind.

Hummer H1 von Kreisel Electric mit 490 PS

Das österreichische Unternehmen Kreisel Electric hat nämlich ein H1-Modell mit einem vollelektrischen Antriebsstrang ausgerüstet. Anlässlich der Eröffnung des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums des Unternehmens in Rainbach im Mühlkreis, Oberösterreich, gab sich der "Terminator" nun die Ehre und stellte das Fahrzeug vor. Als ehemaliger Gouverneur des für den strengen Umweltschutz bekannten US-Bundesstaates Kalifornien passt der Elektro-Hummer ohnehin besser zu Schwarzenegger. Und auf pralle Muskeln muss er auch in diesem Modell nicht verzichten: Satte 490 PS aus zwei Elektromotoren schlummern unter der martialischen Hülle und sollen das 3,3 Tonnen schwere Monstrum in kürzester Zeit auf immerhin 120 km/h beschleunigen.

Prototyp mit 300 Kilometer Reichweite

Eine Akkukapazität von 100 Kilowattstunden sollen dann auch Fahrten von einer Strecke bis zu 300 Kilometer am Stück ermöglichen. Für das Unternehmen bleibt der Elektro-Hummer trotzdem nur eine Fingerübung: "Wir wollen mit unseren elektrifizierten Prototypen zeigen, was mit der Kreisel-Technologie möglich ist. In Serie bauen werden wir die Modelle sicher nicht", sagte Markus Kreisel, einer der Gründer von Kreisel Electric. Schwarzenegger, Freund und Förderer der Elektro-Experten, gab hingegen überzeugt zu Protokoll: "Wenn Kreisel in dem Tempo weitermacht, werde ich von L.A. schon bald im Elektroflugzeug anreisen."

Der Kreisel-Hummer ist übrigens nicht das erste Elektrofahrzeug der Österreicher, in dem Arnold Schwarzenegger sich in der Öffentlichkeit zeigte. Anfang des Jahres setzte sich der ehemalige "Mister Universum" in eine von Kreisel Electric umgerüstete Mercedes G-Klasse.

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Schwarzenegger am Steuer: Elektrischer Hummer H1 von Kreisel Electric