Toyota macht Ernst: Bewohner Tokios haben seit Kurzem das Vergnügen, mit dem abgefahrenen Elektro-Stadtflitzer Toyota i-Road über den Asphalt zu jagen. Der Hersteller will erforschen, wie sich der innovative Einsitzer im Alltag schlägt.

Als Toyota seinen i-Road vergangenes Jahr auf der Tokio Motor Show vorstellte, hielt die Autoindustrie für einen Moment lang den Atem an. Es ist wohl nicht übertrieben, zu behaupten, dass der "Wagen" eines der besten Konzeptfahrzeuge der letzten Jahre ist. Eine Serienproduktion schien auf den ersten Blick abwegig. Doch Toyota hatte von Anfang an im Sinn, das elektrisch betriebene City-Mobil in Serie zu bauen. Der nächste Schritt zur Serienreife sind jetzt umfangreiche Testfahrten in Japans Hauptstadt Tokio.

Ist der i-Road den Alltagsanforderungen gewachsen?

Erklärtes Ziel des Herstellers ist es, herauszufinden, ob das dreirädrige Gefährt den Alltagsanforderungen im Stadtverkehr gewachsen ist - und ob der i-Road den rund 20 Probanden hinsichtlich Fahrgefühl, Zufriedenheit, Nutzungsfreundlichkeit und Co. zusagt. Wenn die Tests positiv verlaufen, steht einer baldigen Serienproduktion wohl nichts mehr im Wege.

Der nur 85 Zentimeter breite und mit einem Dach versehene Toyota i-Road verfolgt einen neuartigen Mobilitätsansatz: Er soll komfortabler und sicherer als Roller und Motorräder sein, aber dennoch wendiger. Laut Toyota liegt der Wendekreis bei lediglich drei Metern. Für Vortrieb sorgen zwei Radnaben-Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit jeweils zwei kW. Die Reichweite soll bei 50 Kilometern liegen, der Akku lässt sich innerhalb von nur drei Stunden vollständig aufladen.

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