Ein neues Auto zu entwickeln und zu bauen dauert mehrere Jahre - eigentlich. Local Motors plant, diesen Prozess erheblich zu verkürzen. Dafür will das US-Start-up die Ideen von vielen kreativen Köpfen einfließen und das Auto schließlich per 3D-Drucker herstellen lassen. Jetzt gibt es einen ersten Entwurf.

Zwei Monate benötigte Local Motors dafür, die Karosserieform für sein neues Auto festzulegen. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbes rief das Start-up aus dem US-Bundesstaat Arizona Ingenieure, Entwickler, Designer und alle, die sich berufen fühlten, dazu auf, ihm einen Entwurf zuzusenden. 207 Vorschläge kamen aus der mehr als 40.000 Mitglieder umfassenden Community von Local Motors. Daraus haben die Verantwortlichen bei Local Motors die besten Vorschläge herausgesucht. Jetzt soll ein fahrbereites Auto entstehen. Der Clou daran: Das Fahrzeug wird nicht in einem großen Werk gebaut. Chassis und Karosserie druckt Local Motors im Rahmen der International Manufacturing Technology Show (IMTS) vom 8. bis 13. September in Chicago mit einem 3D-Drucker aus.

Zubehör kommt vom freien Markt

Damit revolutioniert Local Motors die Automobilindustrie. Normalerweise stecken von der Idee bis zum fertigen Fahrzeug mehrere Jahre Entwicklung in einem Pkw. Local Motors verkürzt diese Zeit. Dadurch, dass sich die Community direkt an dem Prozess beteiligt, sollen schneller mehr Ideen entstehen, die dann auch schnell umgesetzt werden können.

Das Auto, das Local Motors schließlich herstellen wird, ist ein zweisitziger Buggy. Entworfen hat ihn der Italiener Michel Anoé. Die Gesamtproduktionszeit für das Fahrzeug soll in etwa drei Tage betragen. Nachdem der riesige "Big Area Additive Manufacturing"-Drucker Chassis und Karosserie ausgespuckt hat, bekommt das Auto alle anderen Teile wie Sitze, Bremsen und Elektromotor vom freien Markt.

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