Google will auf den Mond – und Audi will mit. Dafür unterstützen die Ingolstädter eine Gruppe deutscher und österreichischer Ingenieure beim Bau des Lunar Quattro. Das kleine, unbemannte Mondauto soll 2017 mittels einer Trägerrakete zum Erdtrabanten fliegen.

Hinter dem Vorhaben steckt der Internet-Gigant Google, der dafür den Wettbewerb Lunar Xprice ausgerufen hat. Dieser ist gerade in der Finalrunde, an der 16 Teams aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Darunter sind auch die etwa 35 selbsternannten Part-Time-Scientists aus Deutschland und Österreich, die Audi nun unterstützt. "Der Gedanke einer privat finanzierten Mission zum Mond ist faszinierend", sagt Luca de Meo, Audi‑Vorstand Vertrieb und Marketing. "Und innovative Ideen brauchen Unterstützer, die sie voranbringen."

Hightech im Schneckentempo

Dafür greift der Autobauer den Forschern mit technischem Know-how unter die Arme. Insbesondere hinsichtlich Leichtbau, pilotiertem Fahren und E-Mobilität helfen die Bayern, aber auch beim Testen und der Qualitätssicherung. Zudem überarbeitet das Audi Konzept Design München den Rover, der künftig "Audi Lunar Quattro" heißen wird. Schon jetzt verfügt das Gefährt unter anderem über ein Solarpanel zur Energiegewinnung sowie über mehrere, auch stereoskopische Kameras. Schnell wird der Lunar Quattro übrigens nicht sein. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 3,6 Kilometern pro Stunde.

Besuch bei Apollo 17

30 Millionen US-Dollar winken den Siegern des Wettbewerbs für Ingenieure und Unternehmer aus der ganzen Welt. Die Anforderung: Ein privates Team muss einen Rover auf den Mond bringen. Dort soll das Gefährt 500 Meter zurücklegen sowie hochaufgelöste Fotos und Videos zur Erde schicken. Die Landezone steht auch schon fest. Sie liegt nahe der Basis der letzten bemannten Nasa-Mondmission Apollo 17 von 1972. Nicht gerade ein gemütlicher Ort. Dort herrschen Temperaturunterschiede von bis zu 300 Grad.

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