Härtetest für Audi: Die Studie RS 7 Piloted Driving Concept war autonom auf dem Sonoma Raceway in Kalifornien unterwegs. Und dort legte "Robby" Top-Rundenzeiten hin, die bislang noch kein Sportfahrer unter vergleichbaren Umständen erzielt hat. Die Technik soll auch im nächsten A8 stecken.

2:01,01 Minuten – länger brauchte der RS 7 Piloted Driving Concept nicht für die 4.050 Meter lange Bahn im US-Sonnenstaat Kalifornien. "Das Auto erzielte Rundenzeiten, die besser waren als die von Sportfahrern," resümierte Thomas Müller, bei Audi verantwortlich für die Entwicklung von Brems-, Lenk- und Fahrerassistenzsystemen, die Testfahrt.

Beim Einparken übernimmt der Audi A8 das Kommando

Das macht den Ingolstädter Mut. So wollen sie ihre Variante des sogenannten pilotierten Fahrens bereits im kommenden A8 anbieten. Der soll dann das Einparken oder den Stop-and-Go-Verkehr auf Autobahnen bis 60 km/h übernehmen. Natürlich nur, wenn der menschliche Pilot das wünscht.

Erfahrung mit der fahrerlosen Technik haben sie bei Audi schon seit längerem. Im Oktober schickten sie "Bobby", ebenfalls ein RS 7, allein auf sich gestellt über den Hockenheimring. Der Sportwagen traute sich dabei eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h zu. Wie schnell sein jetzt auf dem Sonoma Raceway eingesetzter jüngerer Bruder "Robby" war, verrät Audi nicht. Dafür aber, dass er 560 PS hat und rund 400 Kilogramm leichter als der Vorgänger ist.

"Jack" traut sich allein auf die Autobahn

Zur Familie gehört auch ein A7 Piloted Driving Concept namens "Jack". Der wagte sich in diesem Jahr unter anderem auf die deutschen Autobahnen. Dort gefahrene Höchstgeschwindigkeit: 130 Kilometer pro Stunde.

Die Technik dahinter kontrolliert sämtlich Fahrfunktionen selbstständig – von Sensoren über die Datenverarbeitung bis hin zur Fahrzeugsteuerung und -stabilisierung, so Audi. Das heißt, der Wagen bremst, lenkt und beschleunigt im Alleingang. Die Ingolstädter versprechen sich vom pilotierten Fahren mehr "Sicherheit, Zeitgewinn, Effizienz und Komfort".

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