Um das kalifornische Start-up Faraday Future rankten sich in den vergangenen Wochen wilde Spekulationen. Mit der Weltpremiere des Concept Cars FFZERO1 auf der CES 2016 in Las Vegas soll damit aber Schluss sein.

Das Warten hat ein Ende: Faraday Future (FF) hat in Las Vegas mit dem E-Rennwagen FFZERO1 seine erste elektrisch angetriebene Konzeptstudie präsentiert. Das Start-up aus Kalifornien will mit der emissionsfreien Flunder nichts Geringeres als die "Mobilität neu definieren". Angesichts der fehlenden Eckdaten scheint aber nach wie vor unklar, ob es sich hierbei wirklich um den ersten ernst zu nehmenden Tesla-Gegner handelt oder um eine Ideenschmiede mit Blick in die Zukunft.

Atemberaubende Elektrostudie mit Potenzial für mehr

Optisch erinnert der FFZERO1 zunächst an die abgefahrenen Rennwagenstudien aus dem Sony PlayStation Rennspiel "Gran Turismo". Dabei stammt das Design von Richard Kern, der bereits die BMW-Modelle i3 und i8 entworfen hat, welche bekanntlich in Großserie gegangen sind.

Der extrem futuristisch gestylte Bolide hat nichts mit Alltagstauglichkeit zu tun. Extrem flach und breit steht das Concept Car da. Die Front wirkt durch die riesigen Lufteinlässe und ein durchgehendes LED-Band als Scheinwerferersatz markant. Eine Glaskuppel beherbergt das Cockpit im Race-Look und genau einen mittig platzierten Sitz - für den Fahrer. Das lang gezogene aerodynamisch optimierte Heck endet in einem gewaltigen Diffusor. Zum Antrieb macht FF bisher allerdings keine näheren Angaben. Nur so viel ist klar: Der FFZERO1 wird rein elektrisch betrieben.

FFZERO1 nutzt modulare Plattform

Laut Faraday Future baut der FFZERO1 auf einer "Variable Platform Architecture" (VPA) - einem für Elektroautos optimierten modularen Baukastenprinzip - auf, die es in Zukunft ermöglichen soll, viele verschiedene Modellvarianten bauen zu können. Die Plattform soll Platz für vier Elektromotoren bieten und an die jeweilige Form der entsprechenden Fahrzeugvariante anzupassen sein, dabei gleichzeitig die Produktionskosten minimieren und höchste Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Technisch würde der FFZERO1 außerdem alle nötigen technischen Raffinessen für einen autonomen Fahrmodus mitbringen. Die Cockpitbedienung soll via Touchscreen und Augmented Reality ähnlich wie bei einem modernen Smartphone funktionieren.

Derzeit steckt Faraday Future mitten im Aufbau einer eigenen Fabrik im Norden von Las Vegas. Von einem Investitionsvolumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar ist die Rede, zudem sollen rund 4.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Voraussichtlich 2018 sollen dann die ersten serienreifen Fahrzeuge vom Band laufen.

Weitere Themen
Faraday Future FFZERO1: Premiere ein Schritt in die Elektromobilität der Zukunft