Mit dem Budd-e getauften, vollvernetzten Elektrovan präsentiert VW auf der CES in Las Vegas die erste Studie einer neuen Generation von Elektrofahrzeugen.

VW will nach dem Abgasskandal endlich wieder in die Zukunft blicken. Dafür hat sich das Unternehmen die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas herausgepickt und fährt dort mit dem Budd-e vor - dem ersten Fahrzeug einer völlig neuen Generation von Elektroautos des Herstellers. Der Van mit dem kumpelhaften Namen steht dabei auf einer eigens entwickelten, neuen Plattform, bei VW "Modularer Elektrifizierungsbaukasten" (MEB) genannt.

Moderne Interpretation des Bullis

Für VW ist die Weltpremiere des Budd-e nichts Geringeres als der nächste Schritt in die Mobilität der Zukunft. Mit dem Norm-Zyklus gemessen, soll die elektrifizierte Neuinterpretation des Bullis bis zu 533 Kilometer weit kommen, ohne an die Steckdose zu müssen. Und wenn es dann doch einmal so weit ist, genügen laut Hersteller 30 Minuten, um den Akku wieder zu 80 Prozent vollzuladen.

Damit der Fahrspaß nicht zu kurz kommt, ist der Budd-e mit einem Allradantrieb und einer Systemleistung von 317 PS ausgestattet. Wie man es von Tesla-Fahrzeugen kennt, ist der Akku auch beim neuen Elektrovan von VW mittig im Unterboden angeordnet, was für einen guten Schwerpunkt und ein noch positiveres Raumgefühl sorgen soll.

Neue Art der Bedienung im Budd-e

Das Thema Zukunft zeigt sich bei der coolen Bulli-Studie auch im Innenraum. So setzt VW auf eine völlig neue Art der Bedienung. Schalter und Tasten sind kaum noch zu finden, dafür werden nahezu alle Systeme intuitiv per Touch- und Gestensteuerung bedient - von VW als Human-Machine-Interface bezeichnet. Selbst die Türen sollen sich via Handbewegung öffnen lassen. Mit dem Active Info Display (12,3 Zoll) im Fahrersichtfeld und dem Head Unit Infotainmentsystem (13,3 Zoll) verschmelzen im Armaturenbrett gleich zwei hochmoderne Displays zu einer interaktiven Karte. Über einen standardmäßigen Internetzugang soll aus dem Auto heraus unter anderem der Zugriff auf das eigene Zuhause möglich sein.

Also Zukunftsversion spricht VW mit dem Budd-e von einer Reise ins Jahr 2019. Bleibt abzuwarten, ob die Wolfsburger ihren Elektrovan bis dahin tatsächlich auf die Straße bringen.

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