BMW präsentiert auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas einen offenen i8. Das Highlight des Sportlers ist allerdings nicht das fehlende Dach, sondern dessen voll vernetztes und gestengesteuertes Cockpit namens i Vision Future Interaction.

Da haben die Münchener schon mal eine Roadster-Version ihres Hybridsportlers im Gepäck, und dann ist der offene i8 überhaupt nicht die eigentliche Attraktion. Vielmehr sind es die inneren Werte – allen voran das neuartige Bedienkonzept, welches BMW erstmals auf der CES in Las Vegas vorstellt. Das Cockpit mit dem langen Namen i Vision Future Interaction kommt mit sogenannter Air-Touch-Technik daher: eine Benutzeroberfläche, die der kürzlich im 7er in Serie gegangenen Gesture Control noch weit überlegen sein soll.

Handbewegungen werden erfasst

Die Sensoren der Air-Touch-Technik erfassen dabei die Bewegungen der kompletten Hand im dreidimensionalen Raum. Das 21 Zoll große Panoramadisplay kann damit wie ein Touch-Display bedient werden – allerdings ohne die Oberfläche zu berühren. Darüber hinaus beherrscht das vorgestellte Fahrzeug drei Fahrmodi: Selbstfahren ohne jegliche Assistenz, den Assist genannten Modus mit Unterstützung der elektronischen Helfer und ein dritter, völlig autonomer Modus, mit dem der offene Sportler selbst das Kommando übernimmt. Alle Varianten können am Lenkrad ausgewählt werden.

BMW zeigt sich besonders innovativ

Weiterhin stellt BMW zahlreiche weitere Innovationen auf der CES 2016 vor, darunter einen kameragestützten Rückspiegel und ein neuartiges Aufladesystem, mit dem das Elektroauto an jeder Straßenlaterne aufgeladen werden kann. Das System mit Namen Remote 3D soll den BMW in eine mobile Überwachungseinheit verwandeln: Kamerainformationen werden direkt an das Smartphone des Fahrers übermittelt.

Wann und in welcher Form der i8 Spyder tatsächlich auf den Markt kommt, ist bisher noch unklar. Vor 2017 dürfte allerdings kaum mit einer Serienfertigung zu rechnen sein. Dass diese dann nicht alle der jetzt gezeigten Features an Bord haben wird, ist abzusehen. Die auf der CES vorgestellte Studie ist bisher mehr ein Mittel zum Zweck: Die schöne neue Technik lässt sich ohne Dach viel besser begutachten.

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