Entwickelt in der Schweiz und gebaut in Deutschland will der Elextra des gleichnamigen Start-ups der neue Supersportwagen unter den Elektroautos sein. Das Datenblatt ist mehr als eine Kampfansage an Tesla.

Die Beschreibung des Elektro-Supersportwagens Elextra klingt vollmundig. Laut des gleichnamigen Start-ups aus der Schweiz wolle man mit dem Fahrzeug das Kapitel der Supercars neu schreiben. Federführend hinter dem Projekt steht der Schweizer Designer Robert Palm, seines Zeichens CEO beim Schweizer Unternehmen Classic Factory. Gebaut werden soll der Elextra dagegen in einer der weltweit führenden Kleinserien-Manufakturen in der Nähe von Stuttgart - unter höchsten Qualitätsmaßstäben versteht sich.

Elextra mit italienischen Designwurzeln

Laut Palm steht hinter dem Elextra die Idee, die klaren Linien klassischer italienischer Sportwagen auf ein modernes und glattes Design zu übertragen und mit den heutigen fortschrittlichen Technologien zu verbinden. Und deshalb soll der Superstromer auf nicht weniger als der "besten Elektroauto-Plattform" der Welt entwickelt worden sein - was das konkret heißt, wird nicht geklärt.

Optisch sieht der Elextra aber tatsächlich aus, wie eine italienische Supercar-Limousine, die mit ihrem keilförmigen Design vor allem an vergangene und aktuelle Lamborghini-Modelle erinnert. Während sich die Frontpartie tief über die Straße duckt, steigt die Karosserie bis zum Heck hin an. Aus der C-Säule heraus entwickeln sich zudem zwei filigrane integrierte Heckflügel. Scharf und flach gezeichnete LED-Leuchten vorne wie hinten und elegante Räder im Stern-Design runden den ersten Eindruck des Elektrosportwagens ab. Vier Sitze, vier Türen und Allradantrieb - das sind die Kernpunkte des elektrischen Überfliegers.

In 2,3 Sekunden auf Tempo 100

Kaum weniger avantgardistisch fallen die technischen Infos zum Stromer aus. Sowohl das Monocoque als auch die Karosserie sollen aus feinstem Kohlefaserlaminat hergestellt werden. Für ausreichend Vortrieb wolle man auf eine Antriebskombination aus zwei Elektromotoren setzen, die zusammen 680 PS mobilisieren. Bei einer konstanten Geschwindigkeit von 100 km/h soll der Elextra zudem eine Reichweite von bis zu 600 Kilometer bieten. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 250 km/h angegeben, für Schnappatmung sorgt aber der Beschleunigungswert.

Das Start-up verspricht eine Beschleunigung von weniger als 2,3 Sekunden von Null auf 100 km/h. Damit würde der Elektroflitzer sogar dem derzeitigen Klassenprimus, Tesla Model S P100D, den Rang ablaufen. Das Topmodell aus Kalifornien benötigt für dieselbe Disziplin immerhin 2,5 Sekunden.

Bis zu 100 Exemplare geplant

Bis zu 100 Exemplare wolle man in den kommenden Jahren vom Elextra anfertigen - auch, um die enorme Exklusivität zu wahren. Denn schon jetzt ist klar: Sollte der deutsch-schweizer Supersportwagen tatsächlich gebaut werden, handelt es sich keinesfalls um ein Volumenmodell wie das Tesla Model S, sondern um einen Hightech-Supersportwagen, der als Statement zu verstehen ist. Über den Preis dieses exklusiven Elektroauto-Vergnügens lässt sich indes nur spekulieren.

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