Auf der IAA 2013 (10. bis 22. September) stellen die großen Autohersteller nicht nur neue Modelle vor, auch Multimedia-Systeme stehen im Fokus des Interesses. Je moderner das Auto, desto vernetzter ist es in der Regel. Dass das nicht nur Vorteile mit sich bringt, hat die Fachzeitschrift "Auto Bild" jetzt in einem Test herausgefunden.

In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die "Auto Bild" von einer interessanten Untersuchung: In Zusammenarbeit mit der Uni Salzburg hat das Automagazin die Multimedia-Systeme drei voll vernetzter Kompaktwagen auf die Bedienfreundlichkeit hin untersucht. Mittels Eye-Trackings haben die Forscher gemessen, wie sehr die Multimedia-Angebote von Audi A3, BMW 1er und Mercedes A-Klasse vom Straßenverkehr ablenken. Das Ergebnis: Trotz möglicher Sprachsteuerung ist die Sicherheitsgefahr erheblich.

Kein Multimedia-System konnte vollends überzeugen

Die Testpersonen sollten in der Untersuchung unterschiedliche Aufgaben erfüllen: ein Navigationsziel eingeben, eine Telefonnummer im Adressbuch nachschlagen und Wetterdaten aus dem Internet abrufen. Währenddessen erfassten die Forscher die Blicke sowie das Lenkverhalten der Autofahrer und maßen deren Herzfrequenz. Dabei stellten Sie fest, dass die Testpersonen bei manueller Bedienung des Infotainments bedenklich lange nicht auf den Straßenverkehr achteten. Etwas besser schnitt bei allen Multimedia-Systemen die Sprachsteuerung ab.

Von den drei getesteten Systemen schnitt das des BMW 1er insgesamt am besten ab, da es am wenigsten vom Straßenverkehr ablenkte. Auf Platz zwei landete das Infotainment des Audi A3, Schlusslicht wurde die Mercedes A-Klasse aufgrund einer langsamen Internetverbindung.

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