Die Parkplatzsituation in Großstädten ist nicht selten chaotisch. Das finden auch die Initiatoren der App "Straßensheriff". Sie planen eine Smartphone-Anwendung, mithilfe derer Bürger und Passanten Falschparker bei Ordnungsamt oder Polizei anschwärzen können - ein Traum für alle Petzen, aber auch ein umstrittener Ansatz.

Radfahrer und Passanten in Großstädten kennen das Problem: Insbesondere in Wohngebieten herrscht vielerorts eine regelrechte Parkplatzanarchie. In zweiter Reihe, in Einfahrten und auf den Geh- und Radwegen versperren Falschparker Radlern und Fußgängern den Weg. Ordnungsamt und Polizei gehen dagegen vor, erwischen aber längst nicht jeden Parksünder. Die Antwort der "Straßensheriff"-Initiatoren: Anschwärzen per Smartphone-App.

Ähnliche Programme in Kanada, den USA und der Schweiz

Ganz ähnliche Initiativen gibt es bereits in einzelnen Regionen Kanadas, der USA oder der Schweiz, wo Bürger der Polizei per Smartphone Informationen zuspielen können. Alle diese Konzepte sind allerdings umstritten, ebenso wie der Ansatz des Projekts "Straßensheriff".

Mithilfe dieser App sollen aufmerksame Bürger Falschparker bei Polizei oder Ordnungsamt anschwärzen, indem sie ein Foto des Fahrzeugs machen, das mit den GPS-Daten des Handybesitzers automatisch zu einer Anzeige zusammengefügt wird. "Gedankenlosigkeit, zugeparkte Wege und autogerechte Städte sind eine Gefahr für Kinder und Menschen mit Rad, Rolli oder Kinderwagen", erklärt Initiator Heinrich Stößenreuther den Ansatz hinter der App.

Finanzierung der App über Crowdfunding

Noch können Falschparker jedoch aufatmen: Die Smartphone-Anwendung ist bislang nicht umgesetzt. Zunächst müssen die Initiatoren von "Straßensheriff" auf einer Crowdfunding-Plattform Geld sammeln. 33.000 Euro will man bis November 2013 zusammenhaben. Und selbst dann ist die Annahme der App noch ungewiss. Berichten der "Auto Bild" zufolge haben die Berliner Ordnungsämter eine Zusammenarbeit mit den "Straßensheriffs" im Vorfeld bereits ausgeschlossen.

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