Seit dem Jahr 1979 gibt es die zivile Form der Mercedes G-Klasse. Wir ersparen Ihnen die Rechenarbeit: Das sind 38 Jahre. Und in dieser Zeit hat sich die Gelände-Ikone so gut wie nicht verändert. Doch jetzt könnte sich das Blatt erstmals wenden ...

Breiter und neue Scheinwerfer

Die neuesten Erlkönig-Aufnahmen zeigen zwar - trotz der Tarnung - auf den ersten Blick das bekannte und kantige Design, doch bei genauerem Hinsehen lassen sich signifikante Unterschiede ausmachen. So ist der Prototyp beispielsweise ein paar Zentimeter breiter als das aktuelle Modell. Gut erkennbar an ausladenderen Bauteilen wie der Windschutzscheibe, der Motorhaube und des Grills. Außerdem neu an der Front: LED-Scheinwerfer.

Neues Fahrwerk, neue Werkstoffe

Aber wieso verbreitert man die G-Klasse plötzlich? Der Grund hierfür dürfte bei neuen Fahrwerksbauteilen liegen, die die Stabilität und den Komfort On- und Offroad erhöhen sollen. Außerdem wird sich an der Fahrzeugbasis selbst einiges tun. So könnten mehr Aluminium und hochfeste Stähle zum Einsatz kommen, die das Gewicht drastisch senken. Ein bitter nötiger Zug, denn schließlich bringt die aktuelle G-Klasse mindestens 2,6 Tonnen auf die Waage.

Keine Designexperimente

Optisch erwarten wir keine großen Veränderungen. Obwohl Mercedes bereits verlauten ließ, dass viele Bauteile der Außenhülle neu sein werden. Was hauptsächlich daran liegen dürfte, dass der Hersteller etwas an der Aerodynamik der Schrankwand feilt und das die neuesten Regularien in Sachen Fußgängerschutz erfüllt werden müssen.

Sechszylinder, Achtzylinder, Plug-in-Hybrid?

Was unter der Haube passieren wird? Hier rechnen wir vor allem mit dem Reihensechszylinder-Benziner als Neuzugang unter der Haube. Außerdem dürften der V6-Diesel sowie die V8-Ottomotoren zum Einsatz kommen. Ob Mercedes aber weiterhin einen V12-Benziner in den Motorraum quetscht, bleibt jedoch abzuwarten. Eher gehen wir davon aus, dass auch die G-Klasse mit einem Plug-in-Hybrid-System - zumindest teilweise - elektrifiziert wird. Serienmäßig erwarten wir ein Automatikgetriebe, einen permanenten Allradantrieb, ein Untersetzungsgetriebe und drei Sperrdifferenziale.

Premiere, Markteinführung, Preise

Vorgestellt wird das überarbeitete Urgestein wahrscheinlich Mitte September auf der Automesse IAA 2017 in Frankfurt. Die Markteinführung dürfte dann im Laufe des Jahres 2018 geschehen. Preise sind noch nicht bekannt. Bisher müssen für den G 350 d Professional mindestens 80.444 Euro ausgegeben werden.

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