Autos für die ganze Welt: Das war immer schon das Motto des Ford-Konzerns. Seit geraumer Zeit heißt es aber "One Ford" und das bedeutet nichts anderes, als das eine Modellreihe mit geringen Abwandlungen überall auf dem Globus verkauft wird. Mal mit Erfolg, wie der Mustang und der Mondeo (in den USA heißt er Fusion) zeigen. Mal eher mäßig, wie das kleine SUV namens Ecosport.

Einmal um die ganze Welt

Im Jahr 2016 dürfen wir in Europa Zuwachs aus der weltweiten Modellfamilie erwarten. Das große SUV Edge läuft bereits in den USA, während der neue Ka schon in Brasilien und Indien vorgestellt wurde. Ka - war da nicht mal was? Bei vielen ist der 2008 präsentierte kleinste Ford schon in Vergessenheit geraten, obwohl er nach wie vor beim Händler steht. Der 3,62 Meter lange Dreitürer stammt noch aus einer Verbindung mit Fiat und teilt sich technisch viel mit dem 500. Die Folge ist allerdings, dass es weltweit mehrere verschiedene Ka-Baureihen gab. Damit ist jetzt Schluss, wie ein neuer Erlkönig beweist. Er zeigt im Wesentlichen das Design des Ka Concept, das 2013 vorgestellt wurde. Zur Unterscheidung von seinen Überseebrüdern bekommt der Europa-Ka aber Blinker in den Außenspiegeln und einen geänderten Kühlergrill.

Gib mir fünf!

Besonders auffällig ist der Wechsel zu einem Fünftürer. Damit folgt Ford dem allgemeinen Trend, man denke etwa an den Hyundai i10 oder den Renault Twingo, die beide ebenfalls ausschließlich als Fünftürer zu haben sind. So schließt man weniger Kunden aus als mit einem reinen Dreitürer wie dem alten Ka. Bei den technischen Daten hilft ein Blick nach Brasilien, wo der neue Ka schon beim Händler steht. Der Radstand von 2,49 Meter entspricht dem Ka Concept, überraschend ist die recht großzügige Länge von 3,88 Meter. Zum Vergleich: Der alte Ka ist 3,62 Meter kurz, der Fiesta bringt es auf 3,97 Meter. Vermutlich denkt Ford hier schon an die Zukunft, in der ein längerer Fiesta zum Focus aufschließt.

Kein Stufenheck, aber vielleicht ein ST

Welche Details gibt es noch aus Übersee? Der Brasilien-Ka ist 1,52 Meter hoch, der Kofferraum misst im Normalzustand 257 Liter, das wäre ein Plus von 33 Litern. Karosserievarianten wie ein Stufenheck beim indischen Ka-Ableger Figo Aspire bleiben den Märkten vorbehalten, die kleine Limousinen mögen. Auch bei den Motoren wird es in Europa aufgrund der Gesetzeslage moderne Aggregate geben. Wir erwarten den Einliter-Saugbenziner mit 65 und 80 PS, den es schon im Fiesta gibt, sowie dessen Ecoboost-Turboausführung mit 100 PS. Dieser Motor könnte sogar als ST-Variante vermarktet werden. Noch offen ist der Einsatz eines 1,5-Liter-Selbstzünders mit 75 oder 90 PS, da die Klasse der Cityflitzer eher wenig dieselaffin ist. Als gesichert gilt aber die Ausstattung des neuen Ka mit dem sogenannten Sync-System, welches eine Sprachsteuerung und die Einbindung von Apps bietet. Offiziell vorgestellt wird die Europaversion des neuen Ford Ka auf dem Genfer Autosalon im März 2016, der Verkauf startet bis zum Sommer desselben Jahres.

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