Der große Bruder macht es vor, bald zieht der kleine Bruder nach: Neuerdings arbeitet im Porsche 911 ein Dreiliter-Boxer mit Turboaufladung. Was für manch gusseiserne Fans der Marke an Gotteslästerung grenzt, ist schlicht eine Notwendigkeit, um den Verbrauch zu senken. Deshalb zieht 2016 auch die Boxster/Cayman-Reihe nach. Erlkönigbilder verraten jetzt, was am Cayman geändert wird.

Diskretion im Blick

Äußerlich erhält der Cayman nur leichte Modifikationen. Erkennungsmerkmale des Faceliftmodells sind andere Stoßfänger und Außenspiegel. Gleichzeitig wird der Heckspoiler nicht mehr dreidimensional in den Rückleuchten fortgeführt. Stattdessen erhalten die hinteren Lampen eine neue LED-Grafik. Apropos LED: Diese Technik ersetzt auch die bisherigen Bi-Xenon-Scheinwerfer.

Mehr Power mit Turbo

Deutlich gravierender sind die Einschnitte beim Mittelmotor: Bislang kam im Cayman ein freisaugender Sechszylinder-Boxer mit 2,7 und 3,4 Liter Hubraum zum Zuge. Ab 2016 wird der kleinste Porsche-Sportwagen zum ersten Vierzylindermodell der Marke seit dem 1995 eingestellten 968. Der neue Boxer bringt dank Twinscroll-Turbo mehr Leistung, denkbar sind rund 25 PS. Damit käme der Cayman auf 300 PS, der Cayman S auf 350 PS. Noch ist offen, ob es nur eine Hubraumgröße von zwei Liter gibt oder der S ein 2,5-Liter-Aggregat erhält. Die letztere Lösung dürfte aber mit Blick auf noch stärkere GTS- und GT4-Varianten Sinn machen. Genaueres wird sich im Sommer 2016 zeigen.

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