Im Frühjahr 2016 startet die neue Generation der Mercedes E-Klasse. Messepremiere hat die Baureihe W 213 auf der Detroit Motor Show (11. bis 24. Januar 2016). Unser Fotograf hat die Limousine nun fast ungetarnt erwischt und auch gute Bilder vom Innenraum hingekriegt.

Zwei große Displays

Vom Cockpit gab es bisher noch nie so gute Bilder. Deutlich ist zu sehen, wie eng sich Design und Bedienkonzept an die Studie Concept IAA halten, die Mercedes im Herbst in Frankfurt zeigte. Auf den Erlkönigbildern ist am Armaturenbrett eine sehr große Displayfläche zu sehen. In Wirklichkeit sind es wohl zwei 12,3-Zoll-Displays wie bei der Studie. Das Display vor dem Fahrer dürfte die fahrbezogenen Daten darstellen, also zum Beispiel Tacho und Drehzahlmesser, das rechte ist für Infotainment und Navigation reserviert.

One Finger Navigation

Wie bei der Studie werden die Monitor-Inhalte offenbar über eine Art Joysticks an den Lenkradspeichen gesteuert. Dabei herrscht der linke Daumen über das linke Display, der rechte über das rechte. Mercedes nennt dieses Bedienprinzip One Finger Navigation (OFN), obwohl ja eigentlich zwei Finger im Spiel sind. Das Lenkrad entspricht dem des Concept IAA. Die Joystick-Tasten sind auf den Erlkönigbildern gut zu erkennen.

Wrap-Around-Design

Am Armaturenbrett gibt es eine silberne Zierleiste - alternativ wird sicher auch Holz angeboten. Darunter und darüber ist das Cockpit schwarz. Die Zierleiste geht fließend in die Türinnenverkleidungen über - Wrap-Around-Design hieß das beim Concept IAA. Vier runde Düsen im Bereich der Mittelkonsole und jeweils eine außen in der Nähe der Türen sorgen für die Luftzufuhr. In der Mittelkonsole ist die aus der C-Klasse bekannte Kombination aus traditionellem Einstell-"Rädle" und modernem Touchpad zu sehen.

Außen ähnlich wie der kleine Bruder

Außen sieht die neue Limousine der alten auf den ersten Blick recht ähnlich - kein Wunder, das Auto hat ja seine Kundschaft, auch wenn es bei den Verkaufszahlen etwas hinter den BMW 5er und besonders den Audi A6 zurückfiel. Doch es gibt durchaus Änderungen, und dabei nähert sich die E-Klasse der C-Klasse an. So werden die Scheinwerfer kleiner. Die obere Fensterlinie wird etwas rundlicher und harmonischer, der markante Knick kurz vor der hinteren Dachsäule entfällt. Die Kante, die sich bisher schon auf Höhe der Türgriffe bis zum Tankdeckel zog, wird noch weiter nach hinten verlängert.

Steiles Heck wie bei der Aerodynamik-Studie

Das Heck wird etwas steiler, was an die Konzeptstudie der IAA erinnert - eine aktive Aerodynamik mit ausfahrbaren Luftleitblechen sucht man aber wohl vergebens. Die kecke Abrisskante am Kofferraumdeckel bleibt, während die Rückleuchten kleiner ausfallen und sich wie die vorderen Lichter an die C-Klasse-Optik anlehnen.

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