Nach dem Coupé folgt traditionsgemäß das Cabrio: Der neue Aston Martin DB11 Volante bereichert das Topmodell der Engländer um die immer noch mondäne Option des Offenfahrens. Zum Marktstart im Frühjahr gibt es unter der Haube aber zunächst Schwabenpower.

Der Aston Martin DB11 ist ein Gran Turismo in Perfektion: Schnell aber komfortabel, dynamisch aber nicht holprig und ein Interieur, das passt, wie einer gut geschnittener Maßanzug. Was dem Klassenprimus bislang fehlte, reicht der Hersteller nun nach. Mit dem Aston Martin DB11 Volante soll das letzte Quäntchen Luxus in das Fahrzeug einziehen: die Option, bei mildem Wetter einfach das Dach abzustreifen und die Landschaft zu genießen. Ansonsten übernimmt das Cabrio einen Großteil der Tugenden der geschlossenen Variante.

Aston Martin DB11 Volante mit knapp geschnittenem Stoffteil

Doch zunächst ein Blick auf das neue Cabrioverdeck: Das in mehreren Farben bestellbare, klassische Textilverdeck spannt sich auffallend straff über die Insassen. Dadurch gleicht die Dachlinie nahezu zu einhundert Prozent der des Coupés. Insgesamt ist das Stoffteil recht eng geschnitten, was vor allem in der Seitenansicht auffällt und zu einer gewissen Leichtigkeit beitragen soll. Eine Differenzierung zur geschlossenen Version ergibt sich durch die Neugestaltung des Bereichs hinter den Sitzen. Hier fällt eine neue Chromleiste ins Auge, die den kompletten Innenraum umläuft.

Außerdem hinter den Sitzen zu finden sind die versenkten Überrollschutzelemente. Auffällig: die mit Carbon oder Edelholz verzierbaren Sitzschalen. Das Verdeck verschwindet unter einem festen Deckel. Auf Knopfdruck öffnet es in 14 Sekunden, für den Schließvorgang sollen es zwei Sekunden mehr sein – das ist jeweils bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h möglich. Obwohl das Kofferraumvolumen im Vergleich zum Vorgänger zugenommen haben soll, leidet das Ladeabteil natürlich unter der Dachmechanik.

Zum Marktstart mit 510 PS

Abgesehen von der neuen Verdeckmechanik halten sich die technischen Neuerungen des DB11 Volante freilich in Grenzen. So werden nicht nur das Cockpit, das Fahrwerk und das Aluminiumchassis vom Coupé übernommen. Auch der 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit 510 PS samt Achtgangautomatik aus dem Hause AMG darf seine Arbeit wieder unter der langen Motorhaube des Engländers verrichten. Ob Aston Martin das Cabrio später auch mit dem 608 PS starken 5,5-Liter-V12-Biturbo anbietet, ist offiziell noch nicht bestätigt. Im Frühjahr 2018 werden die ersten Modelle zu den Händlern rollen. Die Preise in Deutschland starten bei 199.000 Euro.

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