Der alte Audi R18 e-tron quattro konnte bei den 24 Stunden von Le Mans in diesem Jahr alles in Grund und Boden fahren. Nun steht ein Nachfolger in den Startlöchern und wird zurzeit umfassenden Tests auf der US-Rennstrecke in Sebring unterzogen. Der neue LMP1-Sportwagen ist voll auf Effizienz getrimmt.

Bereits seit 2012 läuft die Entwicklung des neuen Audi R18 e-tron quattro auf Hochtouren. Das neue technische Reglement für Le Mans 2014 sieht gravierende Veränderungen vor und begünstigt solche Sportwagen, die am effizientesten um den Rundkurs fegen.

Technische Raffinesse im Audi R18 e-tron quattro

Dementsprechend lag der Fokus bei den Ingolstädtern insbesondere darin, einen hocheffizienten LMP1-Boliden zu entwickeln. Laut dem Motorsportchef von Audi, Dr. Wolfgang Ullrich, habe das Projekt jetzt eine entscheidende Phase erreicht. "Nach dem Aufbau des ersten Prototyps steht jetzt die Erprobung auf unterschiedlichsten Rennstrecken im Vordergrund", so Ullrich. Hierbei gehe es insbesondere darum, die komplexen Systeme perfekt aufeinander abzustimmen. Noch nie sei ein LMP1-Prototyp technisch derart filigran gewesen wie der neue Audi R18 e-tron quattro.

Sieg in Le Mans im Visier

Zurzeit durchläuft der Sportwagen Tests auf der US-Rennstrecke in Sebring (Florida), auf der er im Verlauf der nächsten Saison nicht mehr unterwegs sein wird. Die Ansprüche an den Audi R18 e-tron quattro sind hoch: Allan McNish, Le Mans-Legende Tom Kristensen und Loic Duval gelang mit dem alten Modell der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2013. Zudem triumphierten die Ingolstädter zum zweiten Mal hintereinander bei der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC.

Das Unterfangen könnte aber schwieriger nicht sein: Toyota tritt ebenfalls mit einem völlig neuen Rennwagen an, und die Rückkehr von Porsche, die in Le Mans auf eine glorreiche Vergangenheit zurückblicken können, verspricht zusätzliche Spannung. Da kommt einiges an Arbeit auf den Audi R18 e-tron quattro zu.

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