Drei Jahre ist die A-Klasse nun auf dem Markt. Zeit für eine Modellpflege, sagte sich Mercedes und spendiert der Reihe unter anderem adaptive Dämpfer, Dynamic Select zur individuellen Abstimmung des Fahrwerks und natürlich neue Motoren. Premiere: auf der IAA.

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel getan. Kein Wunder, finden sich die wichtigsten Änderungen doch unter dem Blech. Und dazu gehört zweifellos das variable Fahrwerk, das es bislang weder für Geld noch gute Worte gab. Dynamic Select haben die Ingenieure ihre Technik getauft. Die Abstimmung erfolgt damit auf Wunsch in den vier Stufen "Comfort", "Sport", "Eco" und "Individual". Je nach Vorliebe des Fahrers beeinflussen die Programme Motor, Getriebe, Fahrwerk, Lenkung und Klimatisierung. Hinzu kommt die aufpreispflichtige, adaptive Dämpferkontrolle, wie sie VW oder BMW schon länger anbieten. Auch bei den Motoren hat sich etwas getan. Bei den Dieselmodellen geht es nun mit 90 PS los und endet bei 177 PS. Die Benziner sind zwischen 102 und 218 PS stark.

381 PS für die AMG-Variante

Besonders potent will der AMG A 45 4 Matic mit 381 Pferdestärken (vorher 360 PS) aus dem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor sein. Die sollen den allradgetriebenen, "stärksten Kompaktsportler der Welt", so Mercedes, in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde bringen – angeblich 0,4 Sekunden früher als den Vorgänger. Premiere: ein Sperrdifferential für die Vorderachse.

Bei diesem Kraftpaket und seinen Schwestermodellen sind die optischen Eingriffe im Vergleich zu den technischen Neuerungen eher dezent ausgefallen. Zum Beispiel bei den Scheinwerfern, die es künftig auf Wunsch in Voll-LED-Technik gibt. Die Stoßfänger sind leicht kantiger geworden und die Rücklichter erstrahlen nun in etwas abgewandelter Form. Die Schnauze wirkt leicht spitzer.

Die Rückfahrkamera zieht sich ins Blech zurück

Im Innenraum finden sich neue Oberflächenstrukturen und Farben, der optionale Multimedia-Bildschirm ist etwas größer, die Entertainment-Anlage versteht sich künftig mit Smartphones per Apple Play sowie Mirrorlink, und die Sitzflächen des Gestühls lassen sich einige Zentimeter herausziehen. Pfiffig: Die Rückfahrkamera fährt bei Nichtgebrauch in die Karosserie zurück und wird deshalb nicht mehr so schnell schmutzig.

Zu bestellen gibt es die aufgefrischte A-Klasse ab dem 3. Juli, ausgeliefert wird sie Ende September. Preise hat Mercedes noch nicht verraten.

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