Der Porsche Mission E wird gebaut und Zuffenhausen elektrisch: Im September begeisterte die Studie noch auf der IAA die Messebesucher und offenbar hat auch der Aufsichtsrat die Lust am Elektro-Sportler gepackt.

Die Porsche-Chefetage hat den Bau des vollelektronischen Flitzers offiziell bestätigt und eine 700 Millionen Euro schwere Investition freigegeben. Das Projekt soll, abseits des Abgasskandals von Mutterkonzern VW, zudem rund 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Porsche Mission E: 440 Kilowatt und 598 PS

"Porsche fährt mit der heutigen Entscheidung mit Vollgas ohne Geschwindigkeitsbegrenzung in die automobile und industrielle Zukunft", sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück. Ab 2020 sollen im Stammsitz in Zuffenhausen in der neuen digitalen Fertigungsanlage Fabrik 4.0., die ersten E-Porsche gebaut werden.

Mit dem Concept Car Mission E will Porsche nicht nur auf den Wandel der Zeit reagieren, sondern dem kalifornischen Elektro-Marktführer Tesla Konkurrenz machen. Der auf der IAA vorgestellte Elektrobolide fuhr in Frankfurt mit zwei Synchronmotoren vor, die 440 Kilowatt und 598 PS aufs Datenblatt bringen.

In 15 Minuten aufgeladen

In 3,5 Sekunden soll es auf Landstraßentempo gehen, mehrmaliges starkes Beschleunigen soll ohne Leistungseinbußen möglich sein. Dies ist bei Tesla aktuell nicht der Fall. Die US-Elektroniker drosseln nach einigen Sprints die Leistung; aus Sicherheitsgründen. Die Reichweite soll gut 500 Kilometer betragen, und wer den Porsche an eine 800 Volt Leine legt, lädt den Akku innerhalb von einer Viertelstunde zu gut 80 Prozent auf.

Karosserie und Cockpit sollen überwiegend in klassischer Porsche-Optik bleiben. Neu: Der Mission E kann von Fahrern und anderen Passagieren mit Gesten und Blicken bedient werden. Zudem erkennt eine Software die Laune des Fahrers und kann entsprechend darauf reagieren.

Wie teuer der Porsche Mission E wird, ist noch unklar. Experten rechnen damit, dass sich die VW-Tochter preislich im Tesla-Bereich ansiedeln wird. Auf dem Preisschild des Zuffenhauseners werden demnach wohl rund 100.000 Euro aufgerufen werden.

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