Der neue Ford Fiesta soll der technologisch fortschrittlichste Kleinwagen der Welt sein. Während die sportliche ST-Line und die vollausgestattete Vignale-Variante erwartet wurden, gibt es jedoch gleich bei der Premiere noch ein viertes, gänzlich neues Modell.

Auf den ersten Blick ändert sich auch beim neuen Ford Fiesta der achten Generation nicht viel: Das Design ist gefällig, an der Front prangt der Ford-typische Kühlergrill mit Querlamellen, das Heck zeigt geänderte, in die Breite gehende Scheinwerfer mit neuer Leuchtgrafik. Hier und da wurden die Ecken und Kanten etwas rundgelutscht, aber das Auto ist auch für den ungeübten Betrachter relativ schnell als Ford Fiesta zu erkennen.

Ford Fiesta ist ein Aufsteiger

Dennoch wächst der Kleinwagen um immerhin sieben Zentimeter in die Länge, rund ein Zentimeter ist es beim Breitenwachstum. Der Radstand bleibt jedoch nahezu auf dem Niveau des Vorgängers. Das Plus an möglicher Ausstattung bei Technik und Komfort zeigt jedoch deutlich die Richtung des Kölner Bestsellers an: Der einstige Knirps soll eine Stufe höher gestellt werden. Knapp unter ihm macht sich seit Kurzem nämlich auch der Ka+ breit, der nur wenig kleiner, aber deutlich karger ausgestattet daherkommt.

So ist für den neuen Fiesta erstmals auch eine Vignale-Version (gesteppte Ledersitze, 18-Zoll-Felgen) zu haben, die als reichhaltig ausgestattetes Komfort-Pendant neben der ST-Line existieren wird. Letztgenannte verfügt über dynamischere Schürzen, Sportfahrwerk und Sportsitze. Trotz allem, bleibt die günstige Basisvariante "Trend" weiterhin im Programm.

Fiesta "Active" kommt rustikal beplankt

Gänzlich neu ist hingegen der Ford Fiesta "Active", der gewissermaßen den Naturburschen der Modellfamilie gibt. Mit etwas mehr Bodenfreiheit, Plastikbeplankungen und Dachreling will er den SUV-Trend mitnehmen – gegen Aufpreis versteht sich. Im Innenraum unterscheidet sich die Variante nicht von seinen Geschwistern. Muss sie auch nicht, denn Ford hat ohnehin kräftig aufgeräumt in der ersten Reihe: Neues Zentraldisplay mit Touch-Funktion, eine geänderte Mittelkonsole und bessere Materialien sollen für mehr Wohlfühlambiente sorgen. Außerdem mit an Bord: das aktuelle "Sync 3"-Infotainmentsystem mit Spracherkennung.

Auch die Motorenpalette wurde seitens des Herstellers neu sortiert: Die Basisbenziner kommen ab sofort nur noch mit 1,1 Liter Hubraum und drei Zylindern (70 oder 85 PS), darüber rangieren die ebenfalls mit drei Brennräumen ausgerüsteten 1.0-Turbotriebwerke mit 100, 125 oder 140 PS. Zwei neue Dieselmotoren kommen mit 1,5 Liter Hubraum und wahlweise 85 oder 120 PS. Zu den Preisen des neuen Fiesta hat sich Ford noch nicht geäußert.

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