Als Alfa Romeo Giulia Veloce gehört die schöne Giulia ja eher zu den rasanten Vertreterinnen ihrer Art. Doch jetzt trimmt der Hersteller die geschwungene Limousine auf die Tugend der Sparsamkeit. Das nennt sich Advanced Efficiency Technologie.

Bescheidene 3,8 Liter Diesel genehmigt sich die Sparversion der Alfa Romeo Giulia Advanced Efficiency im Normverbrauch. Zugleich sinkt der CO2-Ausstoß unter 100 Gramm pro Kilometer: auf exakt 99 Gramm. Durch ein optimiertes Motorumfeld und verbesserte Aerodynamik steigert Alfa Romeo die Umweltverträglichkeit des Selbstzünders.

Ausgeklügelte Spar-Technologie

In Turin optimiert Alfa Romeo die schnittige Giulia mit einem Technologiepaket, das den Durchschnittsverbrauch des 2,2-Liter-Turbodiesels mit 180 PS Leistung auf 3,8 Liter pro 100 Kilometer drückt. Das sind 0,4 Liter oder rund zehn Prozent weniger als im Vergleich zum Standardmodell Alfa Romeo Giulia 2.2 Diesel 16V.

Im Motorraum wird erheblicher Aufwand betrieben. So verfügt der Ladeluftkühler, mit dem die Temperatur der Ansaugluft vor dem Eintritt in den Turbolader gesenkt wird, über einen eigenen Wasserkreislauf. Die Schaufelräder des Turboladers werden - eine Seltenheit bei Serienfahrzeugen - elektrisch verstellt, um das Ansprechverhalten zu verbessern und das berüchtigte "Turboloch" beim Beschleunigen weitgehend zu eliminieren. Die motorinterne Abgasrückführung, über die zur Optimierung der Verbrennung in den Zylindern ein geringer Teil des Abgases der angesaugten Frischluft beigemischt wird, ist mit einem Niedrigdruckventil versehen. Auch dadurch werden Verbrauch und Emissionen gesenkt. Darüber hinaus verbessert ein zweiter Wasserkreislauf die thermische Effizienz des Vierzylinder-Turbodiesels.

Und schließlich sorgt eine andere Abstufung der Gänge sowie eine längere Endübersetzung des serienmäßigen Achtstufen-Automatikgetriebes von Zulieferer ZF dafür, dass der Motor häufiger im kraftstoffsparenden Drehzahlbereich arbeitet.

Sparsame Sportlimousine

Äußerlich ist die sparsame Schönheit an ihren spezifischen Leichtmetallräder "Efficienza" im Turbinendesign zu erkennen. Aufgezogen sind rollwiderstandsreduzierte Reifen im Format 205/60 auf 16-Zoll-Felgen. Zusätzlich ist die Karosserie um fünf Millimeter tiefer gelegt. Diese Maßnahmen verringern den Luftwiderstandsbeiwert von 0,25 auf 0,23 cw.

Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz präsentiert sich die Giulia in ihrer Sprit-Spar-Version durchaus vorzeigbar. Der BMW 320d Efficient Dynamics genehmigt sich ebenfalls 3,8 Liter, hat aber 17 PS weniger. Ebenfalls hinterher fährt der Mercedes C 220d mit 170 PS. Der Stuttgarter verbraucht 4,0 Liter.

Auch preislich sind die Efficiency-Exemplare vom BMW 3er und der Giulia auf ähnlichem Level: Die Italienerin ist zu Preisen ab 38.850 Euro zu haben.

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