Der meistverkaufte Pick-up-Truck der USA erhält ein umfangreiches Facelift: Der Ford F-150 will mit sparsamen Motoren und einem Zehngang-Getriebe effizienter sein als die Konkurrenz. Wie ehrgeizig Ford dieses Ziel verfolgt, zeigt der zum ersten Mal angebotene Dieselmotor.

Zum Modelljahr 2018 spendiert Ford seinen ewigen Bestseller F-150 eine große Überarbeitung. Der Pick-up, der im sogenannten Fullsize-Segment beinahe jedes Jahr den Spitzenplatz bei den Absatzzahlen in den USA einfährt, erhält neben einigen optischen Neuerungen an der kantigen Karosserie erstmals einen Dieselmotor. Zwar bleiben die bekannten Saug- und Turbobenziner weiter im Programm, doch die Tatsache, dass ein Dieselmotor bei gleicher Leistung und angenehm hohem Drehmoment deutlich weniger Kraftstoff benötigt, scheint auch bei den Amerikanern angekommen zu sein – und das trotz des Dieselskandals bei VW.

Ford F-150 bleibt ein Zugpferd

Allgemein bleibt auch der neue Ford F-150 ein waschechtes Zugpferd. Schon der Basisbenziner, der jetzt nur noch 3,3 anstatt 3,5 Liter Hubraum aufweist, leistet knapp 287 PS und stemmt immerhin 346 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Er darf seine Luft im Gegensatz zu allen anderen Triebwerken frei saugen. Geschaltet wird hier mit einer Sechsgang-Automatik, alle anderen Motoren erhalten das neue Zehngang-Automatikgetriebe. Sparsamer soll zudem der aufgeladene 2,7-Liter-V6 geworden sein, genaue Angaben gibt Ford jedoch noch nicht.

Die beiden 3,5 Liter großen V6-Turboaggregate werden dagegen nicht angefasst und leisten weiterhin 381 beziehungsweise 462 PS in der Top-Variante. Im Angebot bleibt außerdem ein 5,0 Liter großer V8-Benziner. Ford verspricht für diesen Motor eine höhere Leistung und mehr Drehmoment als bislang, nennt aber ebenfalls noch keine konkreten Zahlen. Das Gleiche gilt für den neuen "3.0-liter Power Stroke"-Dieselmotor: Da Ford auch Land Rover mit Dieselmotoren beliefert, dürfte der Motor etwa 260 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment leisten – denn so kommt er auch im Range Rover zum Einsatz. Alle Motoren des neuen Ford-Pick-ups besitzen fortan außerdem eine sparsame Start-Stopp-Funktion.

Mehr Fahrassistenten und neues Infotainment

Die optischen Änderungen halten sich zwar in Grenzen, aber gerade die neu gestaltete Frontpartie fällt bei genauer Betrachtung auf. Der Kühlergrill, die Scheinwerfer sowie die Stoßstangen sind neu gezeichnet und wirken harmonischer als bei Vorgänger-Version. Der Innenraum wird mit einem neuen Infotainmentsystem aufgewertet, das Apple CarPlay sowie Android Auto beherrscht und auf Wunsch auch ein Wlan-Hotspot öffnet. Außerdem kann der Ford F-150 jetzt auch Fußgänger erkennen und selbsttätig bremsen, bekommt einen adaptiven Tempomat mit Stau-Pilot, eine 360-Grad-Kamera sowie einen Spurhalte- und Totwinkelassistenten – beide berücksichtigen Anhänger bis zu zehn Meter Länge.

Zu den Preisen gibt es bisher noch keine Information. In Deutschland wird das Fahrzeug aber ohnehin wieder nur über Importeure zu bekommen sein.

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