Der neue Pagani Huayra Roadster ist nicht einfach ein offener Huayra. Der Supersportwagen mit der AMG-Power hinter der Fahrgastzelle ist eine mit Carbon umhüllte Neuentwicklung und zugleich der vielleicht schönste Pagani aller Zeiten. Der Preis? Irrelevant. Denn die limitierte Stückzahl ist bereits ausverkauft.

Der Markt der Supersportwagen wird seit einigen Jahren durch die sogenannten Hypercars flankiert. Obwohl es keine eindeutige Definition von "Hypercar" gibt, ist es meist der exorbitante Preis, an dem man ein solches Exemplar erkennt. Aber dann gibt es auch noch eine andere Messgröße, die sich nicht so leicht beschreiben lässt: Es handelt sich schlicht um ein Gefühl, ob es sich hierbei um ein wahres Hypercar handelt. Und dieses Gefühl stellt sich beim neuen Pagani Huayra sofort ein.

Horacio Pagani schafft mit dem Huayra Roadster ein Meisterwerk

Denn der offene Zweisitzer ist nicht einfach eine offene Version eines schon länger erhältlichen Supersportlers - er ist einzigartig. Hier wurde sprichwörtlich jede Schraube in die Hand genommen: Das Chassis besteht zwar wie beim Huayra Coupé aus einer hochfesten Verbindung aus Carbon und Titan, ist zum Ausgleich des fehlenden Dachs aber deutlich verwindungssteifer gebaut. Interessant: Pagani liefert gleich zwei verschiedene Dachkonstruktionen: eine aus Glas für den ungetrübten Blick in den Himmel, die andere aus leichtem Carbon.

Unter der teilweise transparenten und aufwendig designten Kohlefaser-Motorhaube arbeitet das von Pagani bekannte V12-Turbo-Triebwerk aus dem Hause AMG. Im Roadster mobilisiert die Affalterbacher Sonderanfertigung beinahe beängstigende 764 PS und bis zu urgewaltige 1.000 Newtonmeter Drehmoment. Eine Nullhundert-Zeitangabe gibt es bisher zwar nicht, sieht man sich jedoch die Sprintzeiten der bisherigen Pagani-Modelle an, sollte hier ein Wert um die drei Sekunden möglich sein – womöglich sogar schneller als das Coupé.

Huayra Roadster ist leichter als das Coupé

Der Grund dafür findet sich beim Wiegen: Der Pagani Huayra Roadster ist nämlich – ganz untypisch – leichter als die geschlossene Variante. Nur 1.280 Kilogramm Trockengewicht soll der Mittelmotor-Bolide auf die Waage bringen. Damit ist er 80 Kilogramm leichter als das Coupé. Angesichts dieser athletischen Verhältnisse weist Pagani auch auf die maximale Querbeschleunigung von 1,8 G hin: Es soll die höchste sein, die man in einem Auto mit Straßenbereifung erleben könne.

Doch der Huayra Roadster will nicht nur auf dem Datenblatt überzeugen: Ganz Pagani, erinnert der Innenraum eher an eine künstlerisch gestaltete Luxussuite, als an einen Arbeitsplatz für ambitionierte Steuermänner und -frauen. Die offene Schaltkulisse und der wie aus dem Vollen gefräste Instrumententräger – kaum ein anderer Supersportwagen bietet so viel Detailarbeit. Bleibt da noch der Preis: 2,28 Millionen Euro verlangen die Italiener für die Open-Air-Rakete – wer bis hier hin zweifelte: Es handelt sich eindeutig um ein Hypercar. Interessenten dürften aber ohnehin zu spät kommen. Die limitierte Stückzahl von nur 100 Fahrzeugen soll bereits restlos vergriffen sein.

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