Big Brother lässt grüßen: Da Fahranfänger besonders häufig verunglücken, will eine Versicherung in den USA per Überwachungs-App den Fahrstil der jungen Verkehrsteilnehmer kontrollieren. Aggressives Fahrverhalten wird an die Eltern gemeldet, ablenkende Multimedia-Funktionen auf Wunsch deaktiviert.

Ist das der Weg zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr? In den USA plant eine Versicherung die Einführung einer Überwachungs-App für Fahranfänger. Diese greift auf den Diagnose-Port des Fahrzeuges zu, der in den Vereinigten Staaten seit 1996 Pflicht in allen Neuwagen ist. Anhand dieser Daten stellt die Software fest, ob der junge Verkehrsteilnehmer beispielsweise extrem beschleunigt, zu schnell fährt, zu hart bremst oder sich zu weit von zuhause entfernt. Stellt die Überwachungs-App ein Fehlverhalten fest, informiert sie die Eltern des Fahranfängers.

Die Eltern behalten die Kontrolle über den Fahranfänger

Entziehen kann sich der junge Fahrer der Kontrolle durch die Überwachungs-App kaum. Schaltet er das Gerät mit der Anwendung aus, werden die Eltern alarmiert. Sie können zudem festlegen, dass ihr Kind nur bestimmte Multimedia-Funktionen während der Fahrt nutzen darf und so zum Beispiel die Social Media-Einbindung ins Fahrzeug deaktivieren.

Bislang soll die sogenannte Drive-Safe-App allerdings nur mit Android-Smartphones funktionieren. Wie ein Apple-Sprecher verlauten lässt, will man es nicht zulassen, dass dritte Parteien Funktionen des iPhones einschränken oder blockieren können.

Studie belegt: Smartphones erhöhen das Risiko

Warum eine derartige Sicherheitsvorkehrung? Eine aktuelle Verkehrsstudie der National Highway Safety Administration hatte herausgefunden, dass das Unfallrisiko sieben Mal höher ist als normal, wenn Teenager am Steuer eine Nummer ins Smartphone eintippen. Beim Schreiben einer Nachricht ist das Risiko sogar 23 Mal so groß.

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Zur Senkung des Unfallrisikos: Überwachungs-App für Fahranfänger