Insgesamt 180 Rückrufaktionen zählte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2013 in Deutschland. Das bedeutet einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der gestiegenen Anzahl an möglichen Defekten waren weniger Fahrzeughalter von den Rückrufen der Hersteller betroffen.

Die Zahl der Rückrufaktionen für Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile stieg im vergangenen Jahr laut KBA leicht an: 180 Rückrufe entsprechen einem Plus von elf Prozent im Vergleich zu 2012. Dennoch lag das Niveau noch unter dem von 2010 und 2011. Die Zahl der als "besonders schwer" eingestuften Mängel lag 2013 mit 58 Prozent in etwa auf demselben Stand wie noch im Vorjahr. Bei insgesamt 105 der 180 Rückrufaktionen sah sich das KBA aufgrund der Schwere der Mängel gezwungen, den Ablauf der Aktion zu überwachen.

50.000 Fahrzegbesitzer weniger von Rückrufen betroffen

Im vergangenen Jahr musste das Kraftfahrt-Bundesamt insgesamt 770.262 Fahrzeughalter anschreiben, damit diese ihre Autos in die Vertragswerkstätten bringen. Damit waren rund 50.000 Fahrzeughalter weniger von Rückrufen betroffen als noch im Jahr zuvor. Dennoch musste das KBA in 282.201 Fällen noch einmal nachfassen und die Halter erneut zur Terminvereinbarung in der Werkstatt aufrufen. Da diese in insgesamt 9.051 Fällen auch dieser zweiten Aufforderung nicht nachkamen, wurden die Fahrzeuge durch die örtlichen Zulassungsbehörden aus dem Verkehr gezogen. Somit stieg die Anzahl der Betriebsuntersagungen 2013 um 900 Fälle.

An das KBA werden laut eigenen Angaben jährlich etwa 350 bis 500 Hinweise über mögliche Mängel herangetragen, denen die Produktsicherheitsbehörde für den Straßenfahrzeugbereich nachgeht. Je nach Art des Mangels wird dann über das weitere Vorgehen entschieden.

Weitere Themen
KBA: Anzahl der Rückrufe in Deutschland gestiegen - weniger Fahrzeuge betroffen