Der Gang zur Zulassungsstelle ist derzeit noch unumgänglich, wenn Autos an-, um- oder abgemeldet werden sollen. Doch das will die Bundesregierung ändern. In drei Stufen will die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD eine Online-Zulassungsstelle einführen - und den Bürgern so das Leben leichter machen.

Das Problem kennt fast jeder Autofahrer: Wer sein Fahrzeug an-, um- oder abmelden will, muss vielerorts lange Wartezeiten bei der zuständigen Behörde in Kauf nehmen. Eine Nummer ziehen und scheinbar endlos warten - das könnte bald der Vergangenheit angehören. Die Einführung einer Online-Zulassungsstelle soll die Ämter vor Ort sowie die Bürger entlasten. Begonnen wird in einem ersten Schritt mit dem Angebot, sein Fahrzeug online abzumelden. Das soll ab dem 1. Januar 2015 möglich sein, zitieren die "Ruhr Nachrichten" einen Sprecher von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Nummernschild und Zulassung bekommen Sicherheitscodes

Um in einer zweiten Stufe auch die Wiederzulassung von abgemeldeten Fahrzeugen online zu ermöglichen, müssten aber noch offene Fragen geklärt werden, berichtet "Spiegel Online" unter Berufung auf die Lokalzeitung. Dasselbe gelte für den dritten Schritt, in dem es um die Neuzulassung und Ummeldung von Pkw über das Internet geht. Zu klären sei noch, wie die sensiblen Daten der Nutzer sicher an das Amt übermittelt werden können.

Nach den derzeitigen Plänen soll laut "Spiegel Online" ein Identifikationsverfahren mittels Personalausweis zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden Nummernschild und Zulassung wohl spezielle Sicherheitscodes bekommen. Mit der stufenweisen Einführung der Online-Zulassungsstelle setzt die Bundesregierung einen Beschluss des Bundesrats aus 2013 um.

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