Wie gut sind hierzulande die Straßen in Schuss? Das wollte das Deutsche Verkehrsforum wissen. Das Ergebnis der Umfrage ist eindeutig: Ein Großteil der Auto- und auch Fahrradfahrer beklagt sich über die zunehmend schlechte Infrastruktur.

Schlaglöcher, marode Brücken und Langzeitbaustellen - Auto- und Fahrradfahrer haben in Deutschland viel zu kritisieren. Eine Umfrage des Deutschen Verkehrsforums (DVF) hat ergeben, dass die Menschen immer unzufriedener sind mit der Infrastruktur. "Die Bürger senden ein Warnsignal aus: 8 von 10 Bürgern finden, dass bei ihnen der Zustand der Verkehrsinfrastruktur über die vergangenen Jahre schlimmer geworden ist. Dabei sehen 58 Prozent der Bürger sogar eine deutliche oder sehr deutliche Verschlechterung", sagt der DVF-Geschäftsführer Thomas Hailer. Befragt wurden 1.500 Personen.

"Qualitätsgefälle zwischen Stadt und Land"

Den Ergebnissen der Umfrage zufolge ist die Infrastruktur besonders in Städten mit bis zu 100.000 Einwohnern alarmierend. 95 Prozent würden einen Verfall der Infrastruktur registrieren, 71 Prozent sogar eine deutlich oder sehr deutliche Verschlechterung der Verkehrswege. "Wir haben hier nicht nur ein generelles Instandhaltungsproblem. Die Erfahrungen der Bürger zeigen ein deutliches Qualitätsgefälle zwischen Stadt und Land. Gerade Kleinstädte drohen abgehängt zu werden", erläutert Hailer.

Am meisten würden den Verkehrsteilnehmern Schlaglöcher zu schaffen machen (66 Prozent), gefolgt von Straßenschäden bzw. maroden Brücken (35 Prozent) und Langzeitbaustellen (22 Prozent). Auch unebene Bürgersteige (19 Prozent), Straßen- und Brückensperrungen (12 Prozent) sowie schlechte Fahrradwege (11 Prozent) seien ein großes Problem. Der DVF fordert daher Investitionen in Höhe von wenigstens 7,2 Milliarden Euro zur Sanierung der Verkehrswege.

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