Der Großteil der Verkehrsunfälle ereignet sich innerhalb geschlossener Ortschaften. Dieses Ergebnis zeigt der Dekra-Verkehrssicherheitsreport 2014. Der Grund, warum es vor allem in Städten gefährlich auf den Straßen zugeht, sind die vielen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer.

Autos, Lkw, Busse, Straßenbahnen, Fahrräder, Fußgänger – nirgendwo anders gibt es so viele unterschiedliche Verkehrsteilnehmer auf engstem Raum wie in Städten. Deshalb ist der Straßenverkehr dort besonders gefährlich. Im Jahr 2012 ereigneten sich 73 Prozent der Verkehrsunfälle in Deutschland im städtischen Bereich. Das geht aus dem Dekra-Verkehrssicherheitsreport 2014 hervor.

Fußgänger besonders gefährdet

Die Zahl der Verkehrstoten ist in Städten zwar deutlich geringer als auf Landstraßen. Dafür gibt es in Städten die meisten Schwer- und Leichtverletzten. Und vor allem Fußgänger sind im urbanen Bereich besonders gefährdet. "Das Risiko für einen Fußgänger, innerorts bei einem Unfall getötet zu werden, ist um mehr als das Zehnfache höher als etwa für Pkw-Insassen", sagt Dekra-Vorstandsmitglied Clemens Klinke.

Da sich der Trend abzeichne, dass der Verkehr in Zukunft vor allem innerorts noch weiter zunehme, hat die Dekra einige Forderungen formuliert. Vor allem sei eine frühestmögliche Verkehrserziehung im Vorschul- bzw. Grundschulalter eine der wichtigsten Voraussetzungen für den sicheren Straßenverkehr. Außerdem empfiehlt der Verein, auf Kopfhörer zu verzichten und sich unterwegs nicht mit dem Smartphone zu beschäftigen. Der Politik gibt die Dekra auf den Weg, den ÖPNV als Alternative zum Auto weiter auszubauen.

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