Das wurde auch langsam Zeit: Die Bundesregierung stellt zurzeit einen konkreten Förderungsmaßnahmenkatalog für Elektroautos zusammen. Auch Käufer von Hybridfahrzeugen sollen künftig vom neuen Elektromobilitätsgesetz profitieren.

Geht es nach der Bundesregierung, sollen im Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen in Deutschland unterwegs sein. Ohne eine Förderung bzw. besondere Kaufanreize eine schier utopische Zahl. Einen Schritt in die richtige Richtung unternehmen jetzt das Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium. Wie das "Handelsblatt" berichtet, stünden nun erste Punkte für das Elektromobilitätsgesetz fest. Das Gesetz würde zunächst festhalten, welche Fahrzeuge überhaupt für eine Förderung infrage kommen.

Förderungen an Bedingungen geknüpft

"Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-in-Hybride privilegieren - sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen", zitiert die Zeitung die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Die Förderung ist allerdings an eine wesentliche Bedingung geknüpft: "Voraussetzung dafür ist, dass ihre elektrische Reichweite groß genug ist, um Alltagsfahrten emissionsfrei zu bewältigen."

Wie es heißt, sollen die Autos mindestens eine Reichweite von 30 Kilometern leisten können, oder aber der Kohlendioxidausstoß liegt unter 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer. Erst dann bekommen sie eine spezielle Plakette. Ab 2018 sollen die Anforderungen weiter verschärft werden. Die spezielle Plakette soll die Besitzer der Elektroautos und Plug-in-Hybride unter anderem dazu berechtigen, auf Busspuren zu fahren und spezielle Parkplätze zu benutzen. Weitere Förderungsmaßnahmen dürften ebenfalls in der Mache sein, eine finanzielle Subventionierung für den Kauf von Elektroautos scheint bisher jedoch keine Rolle in den Plänen der Bundesregierung zu spielen.

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