In Japan sagt man Sayonara: Die Produktion des umstrittenen Sportwagens Mitsuoka Orochi wird eingestellt. Der Bolide, der seit 2006 in Handarbeit entstand, gilt als eines der hässlichsten Autos überhaupt.

Die Auto-Gemeinde nimmt Abschied vom Orochi - zu deutsch: Riesenschlange. Der Sportwagen des Kleinserienherstellers Mitsuoka soll ab September dieses Jahres nicht mehr gebaut werden. Eine traurige Nachricht ist das nicht: Der Wagen erlangte als eines der hässlichsten Autos, das sich im Straßenbild zeigen darf, einen eher zweifelhaften Ruhm.

Entgegen jeder ästhetischen Norm

Als der Wagen das Licht der Welt erblickte, sprach der verantwortliche Designer Taka-nori Aoki von einem Auto, das "gleichzeitig sexy und unheimlich aussieht". Zumindest mit dem letzten Attribut hat er recht. Die Proportionen des Orochi sind tatsächlich an einer Schlange orientiert - allerdings maßlos übertrieben. Dennoch: Aus der Seitenansicht und von hinten betrachtet wirkt der Wagen lediglich exotisch. Das größte Problem ist die unschöne Frontpartie mitsamt dem Fischmaul-ähnlichen Kühlergrill, einer zweigeteilten Motorhaube mit zahlreichen Lufteinlässen sowie einem geschlängelten Spoilerwerk.

Auch unter der Haube kann bzw. konnte der Mitsuoka Orochi nicht so recht überzeugen - das verbaute V6-Triebwerk mit 3,3 Litern Hubraum von Toyota ist mit 233 PS für einen echten Sportwagen ein wenig zu schwach auf der Brust. Wer den Wagen dennoch sein Eigen nennen möchte, kann sich für umgerechnet rund 89.000 eine Special Edition zulegen, die zum Produktionsende angeboten wird. Der Exot müsste allerdings aus Japan importiert werden. Und: Das Auto ist nur als Rechtslenker verfügbar.

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