In Deutschland sind immer mehr Berufspendler unterwegs, auf dem Land ist man schneller bei der Arbeit und öffentliche Fernverkehrsmittel spielen kaum eine Rolle. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt in einer neuen Studie.

Weniger Arbeitslosigkeit bedeutet eine höhere Anzahl an Berufspendlern. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Pendler im Zeitraum von 2004 bis 2012 aufgrund des Beschäftigungsbooms schätzungsweise um 11 Prozent. Trotz zumeist unveränderter Distanzen habe sich der Zeitaufwand für den Anfahrtsweg leicht erhöht - als Folge des größeren Verkehrsaufkommens. Dennoch: 70 Prozent der Erwerbstätigen würden im Schnitt weniger als 30 Minuten für den Arbeitsweg benötigen, 23 Prozent weniger als zehn Minuten und nur 5 Prozent mindestens eine Stunde, heißt es in der Studie. Auffällig sei, dass die Pendler auf dem Land teilweise wesentlich schneller unterwegs sind. Hier brauchen 30 Prozent maximal zehn Minuten.

Das eigene Auto ist auf dem Land unersetzbar

Ein Trend hin zu umweltfreundlicheren Alternativen und weg vom motorisierten Individualverkehr sei nicht erkennbar. 66 Prozent der Erwerbstätigen benutzen ein Auto, 14 Prozent ein öffentliches Verkehrsmittel. 9 Prozent gingen zu Fuß oder fuhren mit dem Rad.

Während in Ballungsräumen nur 50 Prozent mit dem Auto und 31 Prozent mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren, werden die öffentlichen Verkehrsmittel dem Statistischen Bundesamt zufolge in ländlichen Gegenden kaum genutzt. Nur 2 Prozent nutzen beispielsweise den öffentlichen Fernverkehr. Stattdessen greifen 70 Prozent der Erwerbstätigen lieber auf das eigene Auto zurück.

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