Rund 21 Millionen Menschen leben derzeit in Peking. Und fünf Millionen Autos sind in Chinas Hauptstadt angemeldet - Verkehrschaos ist da programmiert. Doch selbst wenn man am Ziel angekommen ist, hört die Problematik nicht auf. Denn im gesamten Stadtgebiet gibt es nur 2,48 Millionen Parkplätze.

Autofahren in Peking ist teuer. Nicht unbedingt, weil die Fahrzeuge teuer in der Anschaffung sind. Vielmehr reißen die Unterhaltskosten ein Loch in die eine oder andere Haushaltskasse. Besonders die Parkplatzsuche ist aktuell nervenaufreibend - und teuer. Da für die rund fünf Millionen zugelassenen Autos und die rund 7,5 Millionen Autofahrer in Peking nur 2,48 Millionen Parkplätze zur Verfügung stehen, sind die Preise fürs Parken in letzter Zeit drastisch angestiegen. Chinesische Zeitungen schreiben laut einem Bericht der "Zeit" gar von einer "Park-Krise".

Dramatischer Anstieg der Parkgebühren

Insbesondere in älteren Pekinger Stadtteilen sind Parkplätze rar gesät - wenn überhaupt vorhanden, da hier traditionell nur wenige Bürger ein Auto besaßen. Mit dem wachsenden Wohlstand wächst jedoch die Zahl der Menschen, die sich ein Auto leisten können, nicht aber die Zahl der Parkplätze. Dort, wo besonders viele Bewohner mit dem Pkw unterwegs sind, haben sich die Parkgebühren in den letzten Jahren daher mittlerweile auf rund zehn Yuan (1,24 Euro) für die erste und 15 Yuan (1,86 Euro) für jede weitere Stunde verdoppelt, berichtet die "Zeit".

Und wer seine Parkplatzsorgen zumindest zu Hause los sein möchte, muss noch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Quartz" zufolge kostet ein unterirdischer Parkplatz in zentral gelegenen Apartmentanlagen mittlerweile bis zu eine Million Yuan, also rund 120.000 Euro. Und selbst außerhalb des Stadtkerns kann der Kauf eines Parkplatzes noch mit knapp 25.000 Euro zu Buche schlagen - das ist womöglich mehr, als das Auto, das dort geparkt werden soll, gekostet hat.

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