Um die Sicherheit auf deutschen Straßen scheint es nicht gut bestellt. Fast 24 Prozent aller im Jahr 2013 zur Hauptuntersuchung vorgeführten Autos wiesen erhebliche Mängel auf. Das geht aus dem Jahresbericht der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hervor.

Im Jahr 2012 betrug der Anteil der Fahrzeuge, die die Hauptuntersuchung nicht im ersten Anlauf schafften, noch 21,5 Prozent. Im vergangenen Jahr fiel dann allerdings schon fast jedes vierte Auto durch die Prüfung. Rechnet man die Statistik der GTÜ auf die 43,9 Millionen angemeldeten Pkw in Deutschland hoch, so heißt das, dass mehr als zehn Millionen Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, die die technischen Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Bei den mehr als drei Millionen im Jahr 2013 untersuchten Autos beanstandeten die Prüfer besonders oft Beleuchtung, Bremsen, Auspuff und Reifen. Beleuchtung und Elektrik stehen mit 30 Prozent ganz oben auf der Mängelliste.

60,5 Prozent bestehen im ersten Versuch

Doch es gab auch einen positiven Trend im vergangenen Jahr. Während 2012 gerade einmal 53,8 Prozent der vorgeführten Fahrzeuge die Hauptuntersuchung im ersten Versuch bestanden, stieg dieser Anteil im Jahr 2013 auf 60,5 Prozent. Auch bei den Pkw mit geringen Mängeln gab es einen positiven Trend. Ihr Anteil sank von 24,7 auf 15,6 Prozent.

Die GTÜ appelliert vor dem Hintergrund der während der AMI Leipzig vorgestellten Mängelzahlen, fällige Reparaturen nicht unnötig lange aufzuschieben und das Fahrzeug regelmäßig in einer Fachwerkstatt kontrollieren zu lassen. "Denn verkehrssicherheitsrelevante Fahrzeugmängel lassen sich nur so wirksam reduzieren", sagte Robert Köstler, Technischer Leiter der GTÜ.

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