Mit dem Inkrafttreten des neuen Punktesystems hat sich die Vergabe von Punkten grundlegend geändert. Gleichzeitig ist auch die Unsicherheit der Autofahrer gestiegen, was ihren aktuellen Punktestand angeht. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verzeichnete daher einen spürbaren Anstieg der Anträge auf Auskunft aus dem Fahreignungsregister.

Wer aktuell seinen Punktestand im Flensburger Fahreignungsregister abfragen möchte, muss längere Wartezeiten als gewöhnlich in Kauf nehmen. Denn die Punktereform hat bei vielen Autofahrern für Unsicherheit gesorgt. Folglich gingen spürbar mehr Anträge auf Auskunft aus der Verkehrssünderkartei beim KBA ein als im Vorjahreszeitraum, berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Seit Jahresbeginn seien schon 220.000 Anträge eingegangen, wohingegen im gesamten letzten Jahr nur 360.000 Autofahrer ihren Punktestand abgefragt hätten. Allein im Mai 2014 registrierte die Behörde 60.000 Anträge.

Punkteabfragen eigentlich nicht notwendig

"Die Leute wollen wissen, wie sich die Reform auf ihr Punktekonto auswirkt", wird ein Behördensprecher von der Zeitung zitiert. Denn statt maximal 18 gibt es seit Mai 2014 nur noch bis zu acht Punkte vor dem Führerscheinentzug. Alte Punkte wurden in das neue System umgerechnet. Allerdings bestehe nach Angaben der Behörde keine Notwendigkeit, den Antrag auf Punkteauskunft zu stellen. "Bei Erreichen von vier oder mehr Punkten erhält jeder Autofahrer ohnehin eine Benachrichtigung", so der Sprecher.

Wer seine Punkte dennoch aus reiner Neugierde erfragen möchte, sollte sich damit noch etwas gedulden. Im Moment arbeiten die Mitarbeiter des KBA auf Hochtouren, um die Flut an Anfragen aus dem Mai zu bewältigen. Statt zwei Wochen müsse man nach Behördenangaben aktuell etwa drei Wochen auf Antwort warten. Allerdings spüre man bereits, dass die Zahl an eingehenden Anträgen wieder abnehme.

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