Achtung, Lebensgefahr! So könnte man die Ergebnisse des Billigreifen-Tests zusammenfassen, den die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) kürzlich durchführte. Sechs Produkte aus Osteuropa und China wurden unter die Lupe genommen - überzeugen konnte keines.

Mit vermeintlich günstigen Sommerreifen könnten Sie Ihr Leben aufs Spiel setzen. Das fand die GTÜ bei Brems-, Nässe- und Handling-Tests mit sechs verschiedenen Produkten osteuropäischer und chinesischer Herkunft heraus. Montiert auf einen serienmäßigen VW Golf GTI wurden alle Pneus der gängigen Größe 225/45 R 17 den gleichen Tests unterzogen. Als Referenz diente ein Reifensatz der Marke Dunlop.

"Im schlimmsten Fall für den Autofahrer tödlich"

In ihrer Untersuchung fand die GTÜ heraus, dass die vermeintlichen Billigreifen bei Nässe schneller aufschwimmen und auch im trockenen Handling-Kurs schneller die Traktion verlieren. Besonders erschreckend war jedoch der Test des Bremswegs auf nasser Fahrbahn. Bei einer Vollbremsung aus 100 km/h kommt selbst der beste Billigreifen erst sechs Meter später zum Stehen als der Referenzreifen. Das schlechteste Produkt im Test rollt noch ganze zwölf Meter weiter. "Dies kann im schlimmsten Fall für den Autofahrer tödlich sein", folgert die GTÜ.

Schlechte Qualität bei wenig Preisersparnis

Ist billig also immer gleich schlecht? Nicht in allen Bereichen des täglichen Lebens ist das tatsächlich der Fall. Und auch bei den sogenannten Billigreifen fällt die Antwort trotz des alarmierenden GTÜ-Tests nicht eindeutig aus. Das liegt aber daran, dass die getesteten Produkte aus Osteuropa und China längst nicht mehr so viel billiger als Markenreifen sind. Laut GTÜ gibt es bereits für 25 bis 30 Euro mehr pro Stück einen deutlich besseren Markenreifen - eine sinnvolle Investition in die Sicherheit.

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