Ab dem 1. Juli gilt auch in Deutschland eine Warnwestenpflicht für Pkw-Fahrer. Das bedeutet, dass in jedem Auto mindestens eine Warnweste vorhanden sein muss. Ansonsten droht ein Verwarngeld.

Der Sinn der Warnwestenpflicht ist einfach: Bei einem Unfall sollen Menschen besser erkannt werden. Der Fahrer eines Autos soll sich bei einer Panne oder einem Unfall nach dem Verlassen des Fahrzeugs eine Warnweste anziehen. Um die Gefahr, von anderen übersehen zu werden, einzudämmen, sollte die Weste griffbereit im Fahrerraum liegen. So kann man sie noch im Auto anziehen und gut erkennbar gekleidet das Fahrzeug verlassen. In anderen Ländern ist sogar eine Weste je Fahrzeuginsasse vorgeschrieben. Diese Regelung gibt es in Deutschland noch nicht, aus Sicherheitsgründen kann es aber nicht verkehrt sein, für jeden Mitfahrer eine Weste im Auto mitzuführen.

Keine Weste im Auto? 15 Euro Verwarngeld

Wie die Warnweste aussehen soll, ist vom Gesetzgeber vorgeben. Sie muss Rot, Orange oder Gelb sein und der DIN EN 471 entsprechen. Am Etikett auf der Innenseite steht diese Bezeichnung. Zu kaufen gibt es die Westen an Tankstellen, beim Autohändler, beim TÜV, den Automobilclubs und sogar im Baumarkt. Die Preise starten bei etwa zwei Euro.

Stellt die Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle fest, dass keine Warnweste an Bord ist, wird ein Verwarngeld von 15 Euro fällig. Eine Tragepflicht der Warnweste gibt es in Deutschland nicht. Wer also ohne Warnweste das Auto verlässt, muss keine direkte Strafe befürchten. Kommt es dann allerdings zu einem Unfall, kann es sein, dass es von der Versicherung kein oder weniger Geld gibt.

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